Probleme bei Wohlfahrtsverbänden
Der Nikolaus ist krank

Er trägt Rauschebart, fährt einen stylischen Schlitten und hat viele Doubles. Und das ist gut so. Denn das stellt sicher, dass der Bischof Nikolaus auch jedes Kind in der Umgebung besuchen kann, das auf ihn wartet. Bild: dpa

Sobald die Nacht St. Martin samt Pferd verschluckt, kümmern sich Eltern darum, einen Besuchstermin mit Bischof Nikolaus zu vereinbaren. Bei einigen Wohlfahrtsverbänden werden sie heuer keinen Erfolg haben.

Reihenweise stehen die Schoko-Exemplare in den Regalen der Supermärkte. Nikoläuse aus Fleisch und Blut aber sind gerade Mangelware. Zumindest bei den Maltesern . "Sie fehlen uns", sagt Falk Knies. Seit Jahren organisiert der Ortsbeauftragte des Malteser Hilfsdienstes den Besuch des Nikolauses mit seinem Knecht Ruprecht bei den Kindern der Stadt. Heuer kann der Wohlfahrtsverband diesen Service nicht anbieten. Denn der Nikolaus ist krank. "Schwer krank", bedauert Knies. Einen Ersatz hat der ehemalige Notar nicht finden können.

Auch beim Roten Kreuz haben Eltern heuer keinen Erfolg. Ehrenamtliche Nikoläuse sind schwer zu finden, erklärt BRK-Bereitschaftsleiter Gerd Kincl. Zumal angesichts der vielen Aufgaben beim Roten Kreuz gar keine Zeit dafür bleibe. Zudem falle der Nikolaustag auf ein Wochenende. "Da wollen viele einfach mal freihaben." Im eigenen Altenheim aber ist der Bischof-Besuch schon drin. Kincl selbst lässt sich das nicht nehmen. Der Mann hat Erfahrung. In seiner Pfarrei St. Elisabeth ist er seit Jahrzehnten als Nikolaus im Einsatz.

Bei folgenden Wohlfahrtsverbänden, Pfarreien und Privatleuten kann der Bischof durchaus geordert werden. Kostenlos. Spenden aber sind willkommen. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Der Allgemeine Rettungsverband (ARV) bietet traditionsgemäß seinen Nikolausdienst an. Am Freitag und Samstag, 5. und 6. Dezember, besuchen der Bischof und sein Knecht kostenlos Kinder und ihre Familien. Besuchstermine können montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr unter Telefon 0961/200-201 vereinbart werden. Wer spendet, unterstützt damit die ARV-Behindertenhilfe. In dem Zusammenhang gibt der Verband noch einen sehr irdischen Hinweis: Eine Zuwendungsbescheinigung wird automatisch erstellt.

Am Freitag, 5. Dezember, hat der Nikolaus der Pfarrei Herz Jesu leider keine Zeit, erklärt Stefan Hanauer. Es mangelt schlicht an Rauschebart-Trägern an diesem Termin. Dafür sind tags darauf, am Samstag, 6. Dezember, gleich zwei Ministranten-Teams als Bischöfe und Knechte im Stadtgebiet unterwegs. Bereits seit 30 Jahren wirken in der Pfarrei die Ministranten am Nikolaustag. Spenden sind willkommen. Anmeldung bei Stefan Hanauer: 0151/11659459.

Den ganzen Dezember über ist das Nikolaus-Team der Pfarrei St. Josef buchbar. Am Nikolaustag selbst haben Alexander Schönberger, der Knecht, und sein Nikolaus aber schon gut zu tun. Anmeldungen unter Telefon 0157/58291694 oder Mail alexschoenberger87@googlemail.com

Da der Nikolaus ein gütiger und schützender Mann war, so heißt es seitens der Pfarrei St. Elisabeth , wird der Heilige die Kinder am Freitag und Samstag, 5. und 6. Dezember, ohne Knecht besuchen. Interessierte melden sich bis Montag, 24. November, im Pfarrbüro unter Telefon 0961/4706626-0. Spenden sind willkommen. Der Erlös ist für die Kirchenrenovierung bestimmt.

Kostenlos ist auch der Besuch von Nikolaus und Knecht der Kolpingfamilie Neunkirchen . Wahlweise ist er am Freitag und Samstag, 5. und 6. Dezember, möglich. Spenden sind erwünscht. Der Erlös kommt dem indischen Patenkind der Kolpingfamilie zugute. Anmeldung eines Besuchs bei Kolping-Vorsitzendem Roland Hoffmann, Telefon 0961/22889, oder bei Elfriede Fuchs: 0961/21793.

Seit über 30 Jahren wirkt Peter Ertl als Bischof. Viele sind ihm schon bei seinem Auftritt am Weidener Christkindlmarkt begegnet. Er und drei weitere Nikolaus-Knecht-Gespanne können gegen eine Spende gebucht werden. Eine Buchung ist telefonisch unter 0961/37676 oder online auf www.nikolaus-weiden.de möglich.
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