Raiffeisenbank: Eigene Stärke

Gefestigt in die Zukunft: Hermann Ott, Hauptrevisor Helmut Thurn, Aufsichtsräte Manfred Lehner und Martina Schneider (neu), Aufsichtsratsvorsitzender Winfried Hecht, der aus Altersgründen ausgeschiedene Aufsichtsrat Franz Schneider und Vorstand Bernhard Wolf (von links). Bild. Fütterer

Eigentlich wäre die Raiffeisenbank bei der geplanten genossenschaftlichen Heirat regional die erste Wahl gewesen. Die verschmähte Braut legte bei der Vertreterversammlung einen beachtlichen Auftritt hin.

Weiden. (cf) Vorstand Hermann Ott ließ am Dienstagabend in der Max-Reger-Halle die Zahlen sprechen: Das "dichteste Zweigstellennetz in der Region"; die "mitgliederstärkste Kreditgenossenschaft in der nördlichen Oberpfalz" mit 19 460 Mitgliedern (plus 1318 im Jahr 2014); beim Internet-Auftritt (YouTube-Kanal) "Spitzenreiter unter den deutschen Volks- und Raiffeisenbanken"; mit 98 Immobilien für 12,5 Millionen Euro "hat keine Bank und kein Makler mehr Objekte vermittelt als unsere Raiffeisenbank": "marktführende Stellung" bei Baufinanzierungsdarlehen (808 neu, plus 3,5 Prozent).

Drei Mal so gut

2014 stieg die Bilanzsumme überdurchschnittlich um 5 Prozent auf 769 Millionen Euro; der operative Gewinn (Betriebsergebnis vor Steuern) beträgt 6,85 Millionen Euro; die Spareinlagen wuchsen um 9,9 Prozent auf 595,7 Millionen Euro und die Kredite um 8,6 Prozent auf 482 Millionen Euro. Damit übertreffen alle Steigerungsraten bis um das Dreifache den Durchschnitt der bayerischen Genossenschaftsbanken.

Die Eigenmittel der Raiffeisenbank Weiden betragen 58,6 Millionen Euro. Besonders stolz ist Ott auf die 121,3 Millionen Euro neuer Kredite. Davon gingen 51 Millionen Euro an Firmen- und 70 Millionen Euro an Privatkunden. Jede Woche bekomme die Raiffeisenbank mehr als einen neuen Firmenkunden. "Wir treten zwar nicht so extrovertiert wie mancher Wettbewerber auf, arbeiten aber seit Jahren mit leisen Tönen konsequent und erfolgreich am Markt", betonte Ott. Die Mitglieder erhalten eine Dividende von 3 Prozent auf ihre Geschäftsguthaben. Am Ende seines Rechenschaftsberichts ging der Vorstandssprecher noch auf ein brisantes Thema ein: "Kunden, die bei uns Sparverträge abgeschlossen haben, gleich welcher Art, können sich auf unsere Zusagen verlassen." Korrekturzinsen werde es nicht geben. "Wir verhalten uns rechtskonform. Anstand und Zuverlässigkeit sind für uns selbstverständlich." Insgesamt zählt die Raiffeisenbank 42 537 Privat- und Firmenkunden (1110 neu).

"Hohe Kreditnachfrage"

Aufsichtsratsvorsitzender Winfried Hecht nannte das Geschäftsjahr 2014 sehr erfolgreich. Der Prüfbericht des Genossenschaftsverbands attestiert eine "hohe Kreditnachfrage und einen angemessenen Betriebsgewinn" - und auch künftig eine "auskömmliche Ertragslage".
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