Rappen für Menschenrechte

Mit einer Party erinnerte die Max-Reger-Mittelschule an 66 Jahre internationale Menschenrechte. Zusammen mit den Schülern arbeitete Religionspädagogen Herbert Baumann auf der Bühne die Thematik auf. Bild: Dobmeier

Mit Gebeten, einem Film und mit Musik feierte die Max-Reger-Mittelschule eine Party für Menschenrechte.

Mit "Happy Birthday" begrüßten Julia Schönberger und Kathi Scharnagl aus der Klasse M 10 b alle Mitschüler und Lehrer der Max-Reger-Mittelschule zum 66. Jahrestag der Verkündung der internationalen Menschenrechte. Die Schülerinnen führten durch das Programm der Vormittagsstunde, die aus Anlass des "Friedensgebets an Schulen" vom Referat des Schulpastoral der Diözese Regensburg angeregt war. Der Schulchor stimmte mit "Peace to the world" auf das Thema ein.

Felix Puckschamel (9 b) sowie die FOS-Praktikantin Heidemarie Heymann informierten über Artikel der Menschenrechtskonvention. Sie wiesen darauf hin, dass Asylbewohner des nahen Verwaltungsgebäudes beim früheren Schlachthof einen Deutschkurs besuchen, den die Max-Reger-Mittelschule eigens eingerichtet hat. Asylgäste und Lehrerin Gertraud Markl, die ehrenamtlich diesen Einführungskurs leitet, waren gekommen. Auch die Verleihung des Friedensnobelpreises an Malala Yousafzai und Kailash Satyrathi wegen ihres Einsatzes um Schulbildung spielten eine Rolle. Das Lebensopfer der Studentin Tugce Albayrak aus Offenbach wurde genannt. Am Beispiel des Rechts auf Ausbildung zeigte ein Filmausschnitt das Leben in Indien. In Benares leben viele Familien in Elendsvierteln. Kinder haben dort keine Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Der Film bezeugte, wie es durch die Krankenschwester Brigitte Zimmet aus Weiden gelang, im Slum Varanasi eine Schule für 104 Kinder zu eröffnen, um ihnen langfristig eine Lebensgrundlage zu geben. Spontan erklärten sich einige Schüler bereit, Briefkontakt aufzunehmen und weitere Hilfen zu ermöglichen.

Zwei Jugendliche trugen das Friedensgebet des Heiligen Franziskus sowie das Gebet der Vereinten Nationen um Gerechtigkeit und Verantwortung für die Welt vor. Einen gegen Rassismus und für Toleranz selbst geschriebenen Text rappten die Schülerinnen Kathi Scharnagl und Marie-Antoinette Reinig (beide 5 a). Die Schülersprecherin Can Ezgi dankte Religionslehrer Herbert Baumann für die Initiative. Mit "Heal the world" beschloss der Schulchor unter Leitung von Julia Pilz die Feier.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mittelschule (11034)12-2014 (6638)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.