Rauch quillt aus dem Gebäude

Die Bewohner von Oed schreckten am frühen Abend auf, als mit Blaulicht und Martinshorn einige Feuerwehrfahrzeuge in den Ort rasten und dann die Kreisstraße blockierten. Aus dem Nebengebäude eines Anwesens drang Rauch und ließ einen Brand befürchten.

Ein Glück, der Einsatz war nur eine Übung, um das neue System der Brandbekämpfung durch die nächstliegenden Wehren zu erproben. So kam von westlicher Seite die Feuerwehr Lehendorf und stationierte sich durch Funk-Information am nahen Etzelbach, um dort mit Saugleitung, Pumpe und Schlauchleitungen Löschwasser zum Objekt zu befördern. Gemeinsam mit der Wehr aus Haunritz-Högen wurde ein Außenangriff auf die Rückseite des Objekts vorgenommen.

Wasser aus dem Hydranten

Da beim Alarm "Brand im Nebengebäude - Person in Gefahr" gemeldet war, rüsteten sich bereits bei der Anfahrt die Atemschutzträger der Wehren Weigendorf und Hartmannshof aus. Sie konnten deshalb rasch zwei Trupps von Hartmannshof und einer von Weigendorf ins Gebäude eindringen.

Sie bekamen für die erste Brandbekämpfung das Wasser vom Tanklöschfahrzeug der Weigendorfer, das sich Nachschub aus einem Unterflurhydranten auf der Kreisstraße holte. Da sich Gasflaschen und Benzinkanister im Gebäude befinden sollten, musste neben der Suche nach der vermissten Person auch dieses Gefahrengut herausgebracht werden. Die beiden Wehren leuchteten das Einsatzgebiet aus und übernahmen auch die Verkehrsabsperrung von beiden Richtungen.

Ohne Hektik

Die von Einsatzleiter Jens Sollner, Kommandant der Feuerwehr Weigendorf, ohne Hektik dirigierte Übung verfolgten Kreisbrandinspektor Peter Deiml und Kreisbrandmeister Hans Ludwig sowie Weigendorfs Bürgermeister Reiner Pickel. Nach der Personenbergung wandte sich das Geschehen verstärkt auf die Beseitigung des Gefahrenguts zu. Als dies geklappt hatte, wurde den Atemschutztrupps noch die taktische Ventilation mit Hilfe des Hohlstrahlrohrs vorgeführt.

Nach dem Abbau der Schlauchleitungen versammelten sich die rund 50 Feuerwehrleute zur kurzen Abschlussbesprechung, bei der Jens Sollner das reibungslose Miteinander der Wehren hervorhob. Kreisbrandinspektor Peter Deiml und Kreisbrandmeister Hans Ludwig lobten das Können mit guter Verständigung mehrerer Wehren untereinander.

Es zeigte sich, das die bezirksübergreifende Zusammenarbeit, wie schon mehrmals praktiziert, sehr gut geklappt hat. Bürgermeister Reiner Pickel war ebenfalls vom guten Ablauf überzeugt und betonte die Wichtigkeit der ehrenamtlichen Wehren bei Gefahrensituationen. Bei der anschließenden Brotzeit als Belohnung tauschte man im Gasthof "Bayerischer Johann" noch manche Erfahrungen aus.
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