Rauf geht's leichter als runter

Die Umzugskarawane läuft: Alle festen Mitarbeiter der Volkshochschule packen kräftig mit an, schleppen Tische, Stühle und Kartons. Die Vorarbeiten haben bereits begonnen, der größte Einsatz folgt nächste Woche. Bild: hs

Pauken, während die Anderen packen: Im alten VHS-Gebäude laufen am Freitag nur noch vereinzelte Kurse, während die Mitarbeiter eifrig Möbel schleppen. Bis zu drei Stockwerke runter - ein Härtetest für Muskeln und Bandscheiben.

Weiden. (ps) "Wir haben wirklich schwere Computertische über drei Etagen runtergetragen", sagt Harald Krämer, Fachbereichsleiter Gesellschaft und Sprachen. Schmunzelnd fügt er hinzu: "Wir sind auch nicht mehr die Jüngsten. Jeder hat so seine Blessuren." Dann hängt er doch noch ein Aber an: "Aber, a G'scheiter halt's aus."

Übrigens: Auffallend viele Frauen laufen hier am Freitagvormittag treppauf, treppab, mit Kartons oder Bürostühlen in den Armen oder sie haben zu zweit einen Tisch im Griff. Alle festen Mitarbeiter der Volkshochschule und der gemeinnützigen GmbH ZRB fassen mit an. "Vom Hausmeister über die Verwaltungskräfte bis zu den pädagogischen Mitarbeitern", sagt Leo Dietrich, Fachbereichsleiter Beruf und Projektmanagement.

Vorarbeiten laufen

Dabei steht der Umzug offiziell erst nächste Woche an. Doch die Vorarbeiten laufen bereits seit vergangener Woche, "damit wir uns nächste Woche nicht dahutzen müssen". Denn die VHS bietet bestimmte Lehrgänge als Projektaufträge an, die müssen nahtlos weitergehen. Dazu zählen beispielsweise drei Integrationskurse am Vormittag und Online-Lehrgänge des Weiterbildungssystems (WBS), die über Bildungsgutscheine finanziert werden. Für die Teilnehmer dieser Lehrgänge müssen also am Montag die Schulungsräume bereits nutzbar sein: Tische, Stühle, inklusive Computer.

Letzteres unterliegt der Regie des VHS-Systemadministrators Stefan Eichenseher. "Wir machen die komplette EDV-Installation im ehemaligen FOS/BOS-Gebäude in Eigenregie", erklärt Leo Dietrich. Das erfordert eine umfangreiche Vorplanung. Die ist deshalb bereits vor Monaten angelaufen. Die Sanierungsarbeiten im - für die VHS - neuen Gebäude sind so gut wie abgeschlossen. Dietrich: "Dort laufen nur noch einige Nacharbeiten. Außerdem müssen wir noch einige Kreidetafeln mit Whiteboard-Folie bespannen." Grüne Schultafeln gibt es im neuen Domizil nicht mehr. Die Einrichtung von Küche und Bewegungsbereich mit Duschen und Umkleiden waren finanziell die größten Brocken bei den knapp 500 000 Euro Sanierungskosten. "Unser Geschäftsführer Stefan Frischholz hat sehr darauf geachtet, dass es keinen Cent drüber geht", versichert Dietrich - angesprochen auf den Wirbel, für den die Summe im Stadtrat sorgte.

Von Montag, 15. 12., bis Freitag, 19. 12., läuft dann der große Umzug der VHS. Dabei erhalten die Mitarbeiter noch Unterstützung von vier Bauhofmitarbeitern. Zwei Lkw pendeln laufend zwischen den beiden Gebäuden. Insgesamt müssen 400 Kubikmeter Akten und Möbel verfrachtet werden. Dafür setzen die VHS-Mitarbeiter auch private Anhänger ein und den VW-Bus von Leo Dietrich. "Der ist für das EDV-Equipment am besten gefedert." Zeit für Sentimentalitäten bleibt am Freitag nicht. "Ich geh' vielleicht, wenn alles leer ist, nochmal in Ruhe durch die Räume", sagt Angelika Meindl. Immerhin hat die Fachbereichsleiterin Gesundheit und Kultur 28 Jahre in der Sedanstraße gewirkt.

Lastenaufzug im "Neubau"

Das ehemalige FOS/BOS-Gebäude bietet - was den Umzug betrifft - übrigens einen großen Vorteil gegenüber dem alten Domizil: Es verfügt über einen Lasten- und Personenaufzug. Und: Während der Umzugswoche wird ein Aufzug an der Außenwand die Kartons rauf transportieren. Rauf geht's also leichter als runter - auch wenn die VHS-Mitarbeiter selbst im neuen Gebäude noch kräftig mit anpacken müssen.
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