Raus aus dem Exil Stockerhut

Der Stadtteil Stockerhut hat sich sehr positiv verändert. Motor des Umbaus im Zuge des Modells "Soziale Stadt" ist seit jeher die SGW Stadtbau GmbH. Doch nun ist der Auftrag erfüllt. "Die Stadtbau will raus aus dem Exil Stockerhut. Wir suchen im Zentrum eine neue Bleibe", sagt Stadtbau-Geschäftsführer Kamm.

Millionen investierte die Stadtbau selbst, als sie gemeinsam mit der Stadt das Stadtteilzentrum im Stockerhut baute. Mit dem Glaspalast, den der Hamburger Wettbewerbssieger Sebastian Franzius entwarf, war das Wohnungsunternehmen seit dem Bezug im Oktober 2009 aber nie so recht zufrieden. Zu viel Fläche wird in den Büros über Stadtteilcafé und Bürgersaal verschenkt. Und dies schmerzt umso mehr, als keine Erweiterungsmöglichkeiten vorgesehen sind, bestätigt Stadtbau-Geschäftsführer Diplom-Kaufmann Günther Kamm.

In den letzten Jahren wuchs die Stadtbau beständig. Mit ihrer Tochter, der WGS, betreut sie völlig neue Geschäftsfelder, wie etwa den Weidener Technologie-Campus an der OTH, die großen Wälder in Franken (als Tauschfläche für das geplante Gewerbegebiet Weiden-West IV erworben) oder nun ab 2015 die Allee-Tiefgarage sowie später die Parkdecks Friedrich-Ebert-Straße und Naabwiesen. Die Firmenzentrale im Stockerhutpark ist für 15 Mitarbeiter geplant. Aktuell meistern jedoch bereits 23 Beschäftigte die zahlreichen Aufgaben des Unternehmens, das zudem weiter wachsen will.

Deutlich gewachsen

"Wir platzen wirklich aus allen Nähten", beschreibt Kamm die nicht einfache Situation, mit der sich die Stadtbau-Gruppe konfrontiert sieht. Das anfangs schwierige, dann aber umso erfolgreichere Projekt "soziale Stadt" sei inzwischen auch formell abgeschlossen. Der Stadtteil Stockerhut habe ein neues Gesicht, vor allem eine neue, ausgeglichene Bevölkerungsstruktur erhalten.

Frühere soziale Brennpunkte seien entschärft - nicht zuletzt durch den Einsatz der "Initiative" und des Quartier-Managements. Beweis für das inzwischen durchaus gute Image des "Stockerhuts" sei die rege Bautätigkeit. "Am Donnerstag haben wir auch das letzte der 17 Baugrundstücke gleich nebenan verkauft", berichtet Kamm. Innerhalb eines Jahres griffen unter anderem Kaufleute, Anwälte, Lehrer und Sozialpädagogen zu. "Die Vorarbeit war gut. Wir hatten gute Vertriebspartner. "

Um für die künftigen Aufgaben gerüstet zu sein, sei die Verlegung der Firmenzentrale in die Innenstadt erforderlich. "Dort liegen, etwa bei der Parkraumbewirtschaftung, unsere Aufgaben. Wir brauchen den ständigen Dialog mit den öffentlichen Einrichtungen, etwa mit dem Rathaus. Deshalb sind wir intensiv auf der Suche nach einem neuen, innerstädtischen Standort für unsere Zentrale. Wir können mieten, kaufen oder auch neu bauen."
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