Raus aus den Kirchenbänken

Bei dem Lied "Amazing Grace" bekommen die meisten Zuhörer eine Gänsehaut. Doch Remona Fink und der Chor "Hope and Joy" bringen die Leute auch zum Mitsingen und Mitklatschen. Bild: sei

Sie bringen die Zuhörer zum Weinen, aber auch zum Klatschen, Singen und zum Lachen. Remona Fink und der Gospelchor "Hope and Joy" wecken Gefühle. Beim Gospelgottesdienst am Sonntag in St. Markus war es mal wieder soweit.

Gut besucht war die Kirche, in der Pfarrer Dominic Naujoks auch drei syrische Asylbewerber begrüßte.. Er zitierte einen ZenettiText von der wunderbaren Zeitvermehrung, der dem Evangelium von der Speisung der 5000 nachempfunden ist. "Wir brauchen heute Zeit für so vieles, auch damit wir uns um die Menschen, die so zahlreich zu uns kommen, kümmern können", sagte der evangelische Pfarrer.

Der Gospelchor Hope and Joy unter Leitung von Remona Fink mit Leif Wiesmeth am Piano und Georg Fruth am Schlagzeug verbreitete mit einem melodiösen "Amazing Grace" die richtige Einstimmung. In seiner Predigt ging Naujoks dann auf das Evangelium von der wunderbaren Brot- und Fischvermehrung ein und stellte die Frage nach einem starken Glauben. "Das war damals für die Jünger wohl ein ganz mieses Gefühl". Mit einem Stück Fisch und einem Stück Brot sollten sie den vielen Menschen glauben lassen, dass die satt werden. "Gehen Sie mir ihren Problemen zu Jesus und es wird etwas geschehen", machte Naujoks Mut. "If it had not been with the Lord on my side" (Wenn ich Gott nicht an meiner Seite hätte) war das passende Lied des Chores dazu. Andächtig lauschten die Zuhörer dem "Hallelujah" von Leonhard Cohen mit Solo von Remona Fink. Remona Fink berührte auch die Herzen der Kirchenbesucher mit ihrem Gesang bei "Speak to my heart". Es folgten "This little Light of mine" und "Oh happy Day". Bei den Fürbitten wünschte sich jemand, dass die drei Männer aus Syrien bald mit ihrer Familie wieder vereint sind. Die Kollekte wird für die Betreuung von Flüchtlingen verwendet.

Faszinierend war das vom Chor vorgetragene afrikanische "Ezulwini", was bedeutet: "In den Himmel kommt kein Sünder hinein". Viele Kinder und Jugendliche waren begeistert von den mitreißenden Gospelsongs. Remona Fink holte sie aus den Kirchenbänken und sie standen dann begeistert vor dem Chor und sangen und klatschten mit.
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