Rauschende Rubinhochzeit

Es gibt ja die verschiedensten Anlässe, warum Menschen es in den Polizeibericht schaffen. Eine Rubinhochzeit ist eher selten darunter. Genau das passierte jedoch einem bisher unbescholtenen Weidener Paar, das in der Nacht zum Donnerstag anlässlich seines 40-jährigen Ehejubiläums die Korken knallen ließ.

"Über Stunden hinweg wurde kräftig gebechert", wie der Polizeibericht festhält. Am Ende hatte sich die Feier "zu einem wüsten Komasaufgelage entwickelt". Kehraus war schließlich im Treppenhaus vor der Wohnung der beiden. Eine Nachbarin hatte die Jubilare dort gefunden und das Rote Kreuz alarmiert. Mit gutem Grund: Der Mann lag bewusstlos und nicht ansprechbar am Boden - er kam ins Klinikum. Derweil bot sich Sanitätern und Polizei auch dank der Frau "ein alles andere als appetitlicher Anblick", so die Beamten. Was zuvor ihren "Magen gefüllt hatte, war auf dem Boden und an den Wänden des Treppenhauses, an ihrer Kleidung, in ihrem Gesicht und in ihren Haaren verteilt." Die Frau selbst war, obwohl sie sich kaum auf den Beinen halten konnte, laut Polizei völlig uneinsichtig. Erst nach einem längeren Gespräch erklärte sie sich bereit, ins Bett zu gehen - allerdings nur kurz: Weil sie wenige Minuten später das Haus schon wieder verlassen wollte, kam sie in Schutzgewahrsam.

Ein Atemalkoholtest ergab knapp zwei Promille. Die Ehefrau musste deshalb den Rest der Nacht in einer Arrestzelle verbringen. Ob ihr Partner dann am Morgen "schon zu Hause auf sie wartete oder noch im Klinikum behandelt wurde, ist unbekannt", so die Polizei, die ihren Bericht mit einer Feststellung schließt: "Glücklicherweise steht das nächste Ehejubiläum erst wieder in zehn Jahren an."
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