Recht auf Kunst

Kunst in der Kanzlei. In den Räumen der Anwältinnen Dr. Christiane Bardenheuer und Marion Schütz (Zweite und Dritte von links) präsentierten Claudia Biller-Fütterer (links) und Gerda Gillitzer (Zweite von rechts) ihre Werke. Die Einführung hielt OKV-Vorsitzende Irene Fritz. Bild: sbü

Sie scheinen wenig gemeinsam zu haben: Recht und Kunst. Trotzdem gelang es der Kanzlei Dr. Bardenheuer & Schütz beides zu verbinden. In ihren Räumen eröffnete eine ungewöhnliche Ausstellung.

(sbü) Rechtsfälle mit Mitteln der Psychologie lösen? Dass das gelingen kann, hat vor einiger Zeit einer der vielen Vorträge in der Anwaltskanzlei Dr. Bardenheuer & Schütz bewiesen. Nun gibt es dort eine neue nicht alltägliche Kombination: Zwischen Akten und Rechtskommentaren stellen zwei bekannte Künstlerinnen aus der Region Bilder und Skulpturen aus: Gerda Gillitzer und Claudia Biller-Fütterer.

Nüchterne Anwaltsbüros sind mit leuchtenden, vielfarbigen Bildern und ausdrucksvollen Keramiken ausgefüllt. "Recht auf Kunst" lautet der vielsagende Titel. Die Einführung zur Vernissage hielt Irene Fritz, Vorsitzende des Oberpfälzer Kunstvereins. Sie würdigte die zwei als "Kunst-Paar, das schon des Öfteren in der Region zusammen zu sehen gewesen ist, und offenbar herrscht eine Affinität zwischen den beiden". Fritz weiter: "Die Arbeiten folgen einem Prozess der Abstraktion, die aber keine formal-konstruktive Abstraktion ist, sondern eine, die man mit dem Begriff lyrische Abstraktion umschreiben kann." Verbindungen kennzeichneten die Arbeiten der beiden Künstlerinnen.

"Gerda Gillitzer fühlt sich dem Material Ton verbunden und damit der Erde, denn Ton ist formbare, später gebrannte Erde." Bei Claudia Biller-Fütterer sind es laut Frau Fritz "Naturstücke, Baumrinden, Erdoberflächen, eine Schneeflocke, aber auch das helle Licht der Sonne". Daneben erfuhren die Besucher auch noch einiges über die Künstlerinnen selbst. So unter anderem, dass Biller-Fütterer bis zu zwei Jahre an einzelnen Bildern gearbeitet habe und dass sie "neugierig auf Oberflächen ist". Über Gerda Gillitzer war unter anderem zu hören, dass sie auch bei dem französischen Keramiker und Picasso-Schüler Michel Arnasse Erfahrungen gesammelt hat. Und dass sie am Tag der Vernissage auch gleichzeitig Geburtstag feierte. Weil die Besucher von der Veranstaltung auch insgesamt begeistert waren, gab es viel Beifall. "Wir wollen heute das Ernste mit dem Fröhlich-Leichten verbinden", erläuterten die Rechtsanwältinnen Dr. Christiane Bardenheuer und Marion Schütz. Wer die Ausstellung besichtigen will: Voranmeldungen in der Kanzlei, 0961/41 95 15.
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