Reform gut für den Geldbeutel

Die Rentenreform sieht DGB-Regionalsekretär Peter Hofmann (links) als einen guten Ansatz. Beim Treffen mit dem CSU-Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht tauschten sich die beiden auch über Arbeitsmarktpolitik aus: Der Gewerkschafter stellt das Projekt ""FrauKE" vor. Bild: Huber

Für DGB-Regionalsekretär Peter Hofmann dreht sich momentan alles um die Rente. Nicht weil er sich selber in den Ruhestand verabschiedet, sondern weil er fast nur noch mit diesem Thema beschäftigt ist. "Damit setze ich mich täglich auseinander. Viele Firmen und Arbeitnehmer rufen an."

Die Hintergründe erklärte der Gewerkschafter bei einem Gespräch mit CSU-Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht. Bei den Fragen stehen die Rente mit 63 Jahre (45 Beitragsjahre) und die Mütterrente im Mittelpunkt. "Die Änderungen in diesen Bereichen haben sich für die Leute in der Region positiv ausgewirkt. Die Bürger merken das im Geldbeutel", sagte Hofmann.

Allerdings seien vielen Bürgern einige Regelungen nicht klar: Bis zum Jahrgang 1952 könne jeder, der die Voraussetzung erfülle, mit 63 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen. Ab Jahrgang 1953 komme jährlich eine Stufenanhebung von zwei Monaten hinzu. Als zweite große Änderung nannte Hofmann die Mütterrente. Danach gebe es für Kinder, die vor 1992 geboren sind, pro Kind einen Entgeltpunkt. Dieser bringe im Westen einen Bruttobetrag von 28,61 Euro. "Das bringt bei kinderreichen Familien ordentlich Geld", erklärte der Gewerkschafter. Insgesamt seien die Reformen bei der Rentengesetzgebung richtig, aber sie stellten noch keine endgültige Lösung dar. "An manchen Stellen müssen wir nachbessern", stimmte Rupprecht zu.

Fördertöpfe anzapfen

Beide sprachen sich zudem für die Ausweisung des Gewerbegebiets Weiden West IV aus. "Wir stehen als Gewerkschaft hinter diesem Vorhaben", erklärte Hofmann. Der CSU-Politiker mahnte in diesem Zusammenhang an, dass die heimischen Unternehmen die europäischen Fördertöpfe bis 2020 nützen sollten.

Auch informierte der DGB-Regionalsekretär den Politiker über das Projekt "FrauKE" (Frauen für den Arbeitsmarkt unterstützen durch Kompetenzen und Entwicklung). Dabei sollen Frauen bei der beruflichen Wiedereingliederung unterstützt werden, um den Fachkräftemangel aufzufangen. "Das ist ein toller Ansatz. Man kann damit etwas bewegen", lobte Rupprecht.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9311)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.