Regionalbibliothek: Das ist neu

Stimmt da was nicht? Oh doch: Die neue, undurchsichtige Glaswand im Eingangsbereich der "Regi", wo früher die Ausleiheschalter waren, ist zwar schräg. Das aber durchaus absichtlich, wie Architekt Stefan Kunnert erklärt. Denn zum einen stehen auch die Gebäudeteile hier schief zueinander. Zum anderen ist so hinter der Wand mehr Platz. Der ist auch nötig. Denn dort landen nun die Bücher aus den zwei neuen Abgabe-Automaten. Neu sind auch die drei Ausleih-Automaten, an denen die Leser künftig selbst ihre Bücher "auschecken". Die "Regi" spart dadurch (ohne Kündigung) 1,5 ihrer aktuell 14,1 Vollzeitstellen ein. Die bisherige Annahme und Ausgabe der Bücher war andererseits für das Personal gesundheitlich (Schulter) stark belastend. Und: Nun sollen die Mitarbeiter wieder mehr Zeit haben, sich so um die Leser zu kümmern.

Das war am Dienstag auch nötig, um den Menschen die neue Technik zu erklären. Die Rückgabe war schon am Vormittag umlagert, nach sechswöchiger Schließung wohl unvermeidbar. Hinzu kommt: Noch sind nicht alle Medien mit neuen Chips ausgestattet, durch die die Rückgabe-Automaten sie erkennen. Erst wenn das bis Weihnachten erledigt ist, können alle Bücher an den Automaten rund um die Uhr abgegeben werden. Weitere Neuerung: Der Kassenautomat im Eingangsbereich ist mit der neuen Technik verbunden. Wer etwa Mahngebühr zu begleichen hat, muss vor der nächsten Ausleihe auch zahlen (theoretisch könnte hier auch eine Ausleihgebühr beglichen werden). Nach dem Umbau ist nun der Eingang barrierefrei, der Fußboden im ersten Stock und alle Fenster sind überholt. Die Investition beläuft sich auf 350 000 Euro. Für die neue Technik steuert der Freistaat 85 000 Euro bei.
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