Rehbühl-Siedler gedenken mit Schweigemarsch und Feierstunde ihrer Toten
Gelegenheit zum Versöhnen

Weiden. (kzr) Im November sind die Gedanken und Gefühle näher bei den Verstorbenen. Am Totensonntag hielten die Siedlerfreunde Rehbühl Besinnung und Gedenken an die verstorbenen Siedlerfrauen und -männer. Nach einem Schweigemarsch durch den Ortsteil erreichten sie mit der Fahne den Gedenkstein.

"Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertag, Buß- und Bettag prägen den November. Ein Monat, in dem ein Teil der Natur stirbt und der Mensch sich seiner Endlichkeit bewusst wird. Diese Tagen dienen dem Gedenken an die Kriegstoten und Opfer von Gewaltherrschaft, was angesichts der weltweiten Flüchtlingskatastrophen aktueller denn je ist", sagte Vorsitzender Hans-Jürgen Meier. Er nannte die Verstorbenen dieses Jahres in der Siedlergemeinschaft: Reinhilde Kopp, Johann Zitzmann und Willi Eckl.

Reinhard Meier verwies in seiner Gedenkrede mit geschichtlichem Rückblick auf das 70. Jahr ohne Krieg in unserem Land. "An unserer Siedlergemeinschaft ist der letzte Krieg nicht spurlos vorüber gegangen. Aber leben wir heute ohne Krieg?" Die Krisenherde und Bundeswehreinsätze gäben Antwort. Es sei wichtig, daraus Lehren zu ziehen, damit würden die Toten aus der Sinnlosigkeit ihres Sterbens erlöst. Und die nachfolgende Generation müsse hier mit eingebunden werden, sagte der Kommunalpolitiker. Denn noch sei Gelegenheit, etwas zu ändern, sich zu versöhnen und zu verzeihen.

Gemeinsam legten Stadtrat Meier und Vorsitzender Meier einen Kranz am Mahnmal nieder. Die Reservistenkameradschaft hielt die Ehrenwache. Trompeter Karl Völkl spielte "Ich hatt' einen Kameraden".
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