Reif für das Leben

Mit Pflanzen, die viel Pflege brauchen, verglich Rektorin Susanne Genser die Absolventinnen der Sophie-Scholl-Realschule, die geistige Reife durch Bildung erlangten. Sie erhielten mächtig "Dünger" in Form von Wissen. 38 Absolventinnen erzielten damit die Eins vor dem Komma.

Weiden. (rdo) 119 Jugendliche haben die Abschlussprüfung erfolgreich absolviert. Darunter 18 mit einer "echten Eins". Lisa Lober schaffte sogar die Traumnote 1,0. Ungefähr 1200 Tage, manche aber auch 1400 Tage, seien die Schülerinnen gewachsen, erklärte die Chefin. Die eine schneller, die andere langsamer. Ab und zu ließ es sich nicht vermeiden, auch manches Pflänzchen umzutopfen. Mit vereinten Kräften hätten das Lehrerkollegium "Dürreperioden" überbrückt und die Eltern mitgeholfen.

Die Gewächshäuser seien gut gefüllt gewesen, und nach frostigen Wintern trugen die Gewächse unterschiedliche Früchte. Inzwischen seien die Schülerinnen selbst zu Gärtnerinnen geworden, die Verantwortung übernahmen für sich und andere. Die Schulleiterin machte Mut, Entscheidungen zu treffen, überlegt zu handeln und manchmal an das Umtopfen zu denken. Es sei nicht genug, etwas zu wollen, sondern man müsse es auch tun. Sie wünschte viel Erfolg - und alles, was eine Pflanze braucht, um sich zu entfalten.

Namens des Oberbürgermeisters gratulierte Stadträtin Dr. Sema Tasali-Stoll (SPD) zum erfolgreichen Abschluss. Engagement und Begeisterung seien erstrebenswerte Tugenden, sagte sie. Wie er sollten auch die Schülerinnen die Realschule in guter Erinnerung behalten, sagte CSU-Stadtrat Hans-Jürgen Gmeiner (CSU). Er lobte die erzielten Leistungen und wünschte Erfolg für den Besuch einer weiterführenden Schule oder im Beruf. Als besonderen Tag bezeichnete Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht (CSU) die Zeugnisübergabe. Wer seine Fähigkeiten und Begabungen nutze, dem stünden viele Möglichkeiten offen, die mit Herzblut und Liebe zum Erfolg führen würden.

"Wir sind am Ziel, und die Lehrer sind am Ende", scherzten die Schülersprecherinnen Lena Zaruba und Pauline Lemberger, die Lehrern und Eltern dankten. Die schöne gemeinsame Zeit bleibe in Erinnerung. "Jetzt holen wir den Oscar", lautete die Devise für die Zeugnisübergabe.

Dank an Markus Hagen

Elternbeiratsvorsitzende Alexandra Kurz verwies auf die Entwicklung von Kindern zu jungen Damen. Jetzt liege es an den Schülerinnen, neue Wege zu beschreiten und die Herausforderungen anzunehmen. Für die musikalische Gestaltung sorgten die Schulband sowie am Klavier Eva-Maria Siegler und die Solistinnen Paula Koller, Celine Michalke und Eva Nickl. Der Chor sang "Auf geht's in die große Welt". Ein besonderer Dank galt dem ausscheidenden Elternbeirat Markus Hagen.
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