Rekordlappen im Pausenhof

Der weltgrößte Putzlappen soll sauber bleiben. Deshalb durften ihn auch in Weiden nur zwei Gattungen betreten: Greenpeace-Aktivisten und Eisbären. Mit den langen Stoffbahnen protestieren die Umweltaktivisten gegen riskante Ölförderpläne von Shell in der Arktis. Über 15 000 Bürger - darunter 500 aus der Region sowie einige Promis wie Otto Waalkes und Udo Lindenberg - hatten dafür Lappen gespendet. Bild: Götz
Nicht nur der weltgrößte, sondern auch der am besten behütete Putzlappen breitete sich am Freitag auf dem Pausenhof der Realschulen aus. "Putzlappen bitte nicht betreten", hieß es auf gelben Hinweisschildern. Schließlich soll das 1000 Quadratmeter große Stoff-Mosaik, mit dem Greenpeace gegen Ölförderpläne von Shell in der Arktis protestiert, noch länger was hermachen. Weiden war nach Hamburg und Bremerhaven erst die dritte Station, an der die Umweltaktivisten und ihr Eisbär-Maskottchen den Mega-Lappen ausrollten. Nicht nur in der Hinsicht ist die Max-Reger-Stadt vornedran: Laut Ali Zandt, dem örtlichen Greenpeace-Sprecher, spendeten die Weidener 500 Lappen für die Aktion - das drittbeste Sammelergebnis nach Hamburg und Berlin.

Ursprünglich sollten die Passanten den Rekordlappen auf dem Oberen Markt bewundern. Doch dort machte schon der "Pflegetruck" Station (Seite 28). "Die waren früher dran", bedauert Zandt. Andererseits: "Dort hätten wir wohl zu wenig Platz gehabt." Eine Greenpeace-Delegation machte einen Abstecher auf den Marktplatz. Ohne Lappen zwar, aber mit Eisbär.
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