Reservistenkameradschaft fordert Sachverstand und Truppenfürsorge bei Entscheidungen - Treue ...
"Zivilisten können nicht die Bestimmer sein"

"Das Schweigen der Generale": So lautete eine Überschrift des Magazins "Loyal" des Reservistenverbandes. Der Text fordert klare Worte der Generalität bei der Debatte um den Zustand der Bundeswehr. Diese werde in den übrigen Medien nämlich oft unfair und in unsachlicher Weise geführt.

Das war nun auch in der Mitgliederversammlung der Kameradschaft ehemaliger Soldaten, Reservisten und Hinterbliebener (ERH) Anlass, der Truppe den Rücken zu stärken. Es dürften nicht Zivilisten bestimmen, was die Bundeswehr benötige. Die Diskussion brauche den Sachverstand und Fürsorge gegenüber der Truppe. Das sagte Vorsitzender Reinhold Deglmann bei dem Treffen im Unteroffiziersheim. Das Gedenken galt Kamerad Max Wagner, der am 7. Oktober verstorben ist. Aktuell zähle man 243 Mitglieder. Für 50 Jahre Treue zum Bundeswehrverband erhielten Oberstleutnant Ernst Leneis und in Abwesenheit für 40 Jahre Oberfeldwebel Peter Staffel Urkunden und Treuenadeln. Als neues Mitglied stieß Hauptmann a. D. Kurt Hofmann zum Ortsverband. Er leistete in Pfreimd und zuletzt in Aachen Dienst und wohnt nun in Flossenbürg.

Deglmann ging auf die ERH-Landestagung in Bamberg ein, auf der Bundesvorsitzender André Wüstner bemängelt hatte, dass nicht alles rund laufe in der Bundeswehr. Zum Beispiel wirke sich der Wegfall der Wehrpflicht negativ auf die Personalgewinnung aus, weil keine Auswahl mehr getroffen werden könne. Außerdem seien nur Simulatoren bei Panzern, Hubschraubern und Waffen aller Art nicht so das "Ding" von Nachwuchskräften, um sich zu verpflichten.

Hinsichtlich der Beihilfen habe sich die Bearbeitungszeit auf erfreuliche 10 bis 14 Tage eingependelt. Die Ein-Jahres-Frist für die Einreichung der Belege bleibe erhalten. Ein Widerspruch werde nur schriftlich und nicht per E-Mail anerkannt. Mario Rösler berichtete von nichtbezahlten Medikamenten. Ein Kamerad riet zur Absprache mit den Fachärzten und zu billigeren Generika. Zuschüsse gebe es für Hörgeräte und psychotherapeutische Leistungen nach vorheriger Rücksprache mit der Beihilfestelle. Eine Testphase auf digitale Umstellung zur Beihilfebearbeitung laufe an. Positive Erfahrungen machten ERH-Mitglieder mit dem "Compass"-Pflegedienst, der sich vor Monaten vorgestellt hat.
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