Risiko oder Chance?
Angemerkt

Ist das jetzt undankbar und kurzsichtig? Oder konsequent und vielleicht sogar eine Chance? Eine knappe Mehrheit im Stadtrat stellte den bisherigen Träger des "Scout", das Kolping-Bildungswerk, vors Aus, das unbestritten großartige Arbeit geleistet hatte. Stattdessen öffnete man so dem Jugendring den Weg zum Schülercafé. Verbunden mit der Aussicht, dass der SJR die vierte Sozialpädagogen-Stelle behalten kann. Und was macht der? Winkt ab, will das "Scout" erst mal nicht. Aber die vierte Stelle natürlich trotzdem behalten. Wirkt fast schon wie ein störrischer Jugendlicher, der es sich bei Problemen zu leicht macht und einfach hinschmeißt.

Man kann es aber auch genau gegenteilig sehen. Der SJR hätte die Arbeit im "Scout" wohl mit weniger Personal als bisher erledigen müssen. Und ganz unabhängig von Fragen der Trägerschaft: Die Jugendarbeit in der Stadt insgesamt hätte gelitten. Die Scherben, die der Stadtrat hingeschmissen hat, hätte der SJR notdürftig aufklauben müssen. Auf so eine Billiglösung hat er aber keine Lust, auch wenn er mit seiner Absage natürlich erst recht die vierte Stelle riskiert.

Wenn alle hinwerfen, bleibt ein großer Haufen, an dem erst einmal keiner vorbeikommt. Das ist nun Risiko und Chance zugleich. Ein Risiko, weil beim Aufräumen das "Scout" und die vierte Stelle gleich mit verschwinden könnten. Aber auch eine Chance: Denn bislang wirkten Beteiligte von allen Seiten planlos und widersprüchlich. So aber kann jeder noch einmal nachdenken. Käme dann eine bessere Lösung heraus als bisher - zumindest die Jugendlichen in der Stadt wären dafür sicher nicht undankbar.



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