Roboter im Rettungswagen

"Einen solchen Rettungswagen würde ich gerne zu Ausbildungszwecken umbauen und einsetzen." Das sagte Dr. Florian Neuhierl, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes Nordoberpfalz (Zweiter von rechts). Zusammen mit den anderen Beteiligten des Rettungswesens in der Nordoberpfalz bat er im Pressegespräch dafür um Spenden. Nebenbei nutzten sie die Gelegenheit, um auf die Notfallnummer 112 hinzuweisen. Bild: Bühner

Noch ist es "nur" eine gute Idee. Ein Simulations-Rettungswagen soll angeschafft und für Ausbildungszwecke ausgerüstet werden. Und dazu braucht es jetzt Spenden.

(sbü) Gerne waren sie alle zum Pressetermin gekommen, Landrat, Vertreter von Rotem Kreuz, Rettungsdienst, Klinikum. Integrierter Leitstelle und Rettungsdienst-Zweckverband. Schließlich soll es einem guten Zweck dienen. Dr. Florian Neuhierl, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes Nordoberpfalz und Christian Putzer, Ausbildungsleiter des Rettungsdienstes, haben die Idee, einen Rettungswagen anzuschaffen, der ausschließlich für Übungs- und Ausbildungszwecke eingesetzt werden soll.

"Phantom" auf der Liege

Dieser müsste vor allem zwei große Unterschiede gegenüber einem "normalen" Rettungswagen haben, erläuterten die beiden: "An einem lebensechten Phantom, vergleichbar mit einem Roboter, wird die Notfall-Situation gefahrlos erlernt und trainiert." Ein Videosystem ermögliche es, die Simulation auszuwerten. Je realistischer eine Rettungssituation geübt werden könne, desto größer sei der Lern- und Trainingserfolg bei den zukünftigen Rettungskräften. Landrat Andreas Meier ist als Verbandsvorsitzender begeistert von der Idee: "Ein Simulationsrettungswagen wäre für die Ausbildung des Rettungspersonals außerordentlich wertvoll." Kreisgeschäftsführer Franz Rath vom BRK hat deswegen auch schon einen Brief an potenzielle Spender unterschrieben. Das Projekt sei wohl ziemlich einmalig im Rettungswesen, meinte Dr. Neuhierl. Wenn es gelingt, komme dies vor allem den Patienten zugute. Sie hätten den Anspruch, "dass keine Fehler gemacht werden in einem hochriskanten Geschäft". BRK-Ausbildungsleiter Putzer sieht vor allem Vorteile für die Schulung der vielen ehrenamtlichen Rettungshelfer. Dr. Thomas Egginger, ärztlicher Direktor der Kliniken Nordoberpfalz, weist auf die Vorteile bei den verbesserten Schulungsmöglichkeiten für die Notärzte hin. "Anfragen für ein Reanimationstraining liegen aus allen unseren Häusern vor."

Ob Rettungsdienstleiter Peter Lischker sich demnächst auch um den Einsatz des Simulations-Rettungswagens kümmern darf, hängt also vom Spendenaufkommen ab. Lischker würde gerne das fertiggestellte Schulungsfahrzeug bei dem für Mitte April geplanten Katastrophenschutz-Kongress vorstellen. Rund 26 000 Euro Gesamtkosten sind derzeit veranschlagt. Für Spenden auf das Konto DE09 7535 0000 0000 1008 75 (IBAN) und BYLADEM1WEN (BIC) können Bescheinigungen ausgestellt werden.
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