Romantischer Ausklang

Alexandra Reger und Stefan Schultes bestritten die 13. und damit letzte Sommermatinee des Jahres. Bild: hcz

Aller guten Dinge sind 13: Das gilt zumindest für die Sommermatineen, die mit der 13. Veranstaltung für heuer endeten. Zum Abschluss hörten die Besucher noch einmal großartige Klänge.

Mit Kompositionen von Niels Gade und Robert Schumann gestalteten Alexandra Reger (Querflöte) und Stefan Schultes (E-Piano) die 13. und damit letzte Sommermatinee des Jahres. "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein", zitierte Kirchenmusikdirektor Luis Denz eingangs ein bekanntes Bibelwort. Musik sei die schönste Form, in der Gott zu den Menschen spreche, sagte er und dankte den vielen Besuchern, die in den vergangenen 20 Reihen der Sommermatineen in St. Josef immer zahlreicher geworden seien.

Auch am Samstag kamen wieder knapp hundert Zuhörer und ließen sich von Reger und Schultes mit Musik aus der Romantik begeistern. Das gängige Vorurteil über den dänischen Komponisten Gade (1817-1890), dass er klassische Ausgeglichenheit suche und dramatische Konflikte vermeide, bestätigte sich bei zwei Stücken aus seinem Opus 21 - Sonate für Flöte und Klavier - nicht. Das "Adagio - Allegro di Molto" wartete mit teils wilden, kräftigen Partien auf. Romantischer und sehnsüchtiger klingend dagegen das "Larghetto" aus demselben Opus. Gade hatte die Sonate Robert Schumann (1810-1856) gewidmet. Von dem in Zwickau geborenen Schumann kamen drei Romanzen für Flöte und Klavier zu Gehör. Aus den aufbäumenden und wieder absteigenden Melodien erkannte man das Bestreben des Meisters, Gefühlswelten zu beschreiben. Reger und Schultes gelang dies eindrucksvoll.

Wolfgang Göldner las aus dem Jakobusbrief eine Warnung Jesu an die Reichen ("Euer Reichtum wird verfaulen") und aus dem Heiligen Evangelium nach Markus ("Wer nicht gegen uns ist, ist für uns"). Einen hoffnungsvollen Text gab der Lektor den Matineebesuchern aus dem Büchlein "Dem Herzen folgen" mit auf den Weg: "Wenn Wege nicht weiter führen, dann denk dir neue aus!" Zum Abschluss gab es eine "Zugabe" der zum Nachdenken anregenden Worte Göldners über "Hände, die segnen und Gutes tun". Er versprach eine Fortsetzung der Sommermatineen-Reihe im nächsten Jahr.
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