Rothenstädter gedenken Opfer der beiden Weltkriege und heutiger Gewalt
Warum das alles?

Vereine, Soldaten und Mitbürger sowie Bürgermeister Jens Meyer (rechts) gedachten in Rothenstadt mit einer Kranzniederlegung am Mahnmal der Opfer der beiden Weltkriege und den Gefallenen der aktuellen Kriege. Bild: Dobmeier
"Süß und ehrenvoll ist es, für das Vaterland zu sterben." Pfarrer Heribert Englhard nahm dieses umstrittene Zitat zum Anlass, an den Ausbruch des I. Weltkrieges vor 100 Jahren zu erinnern, in dem deutsche und französische Soldaten aufeinander schossen. Mit der Rothenstädter Feuerwehr, dem VdK und der Kameradschaft 1883 und deren Fahnenabordnungen versammelten sich die Bürger am Vorabend des Volkstrauertages am Rothenstädter Mahnmal.

Der Pfarrer erinnerte an das Zurückbleiben von Witwen und Kindern. Es stelle sich die bohrende Frage des Glaubens, warum das alles? Gott werde diese Frage beantworten und die Tür des Lebens auftun. "Halten wir Frieden im Alltag, damit Frieden in der Welt gelinge", sagte der Geistliche.

Das Gedenken an die Weltkriege stellte Bürgermeister Jens Meyer in seiner Rede heraus. Der Erste Weltkrieg vor 100 Jahren erschütterte die Welt in ihren Grundfesten mit 8,5 Millionen Toten. Im Ausbruch des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren wollten die Nazis Rassenwahn und expansionistische Ziele umsetzen und lösten so einen noch fürchterlicheren Krieg aus.

Inzwischen habe die viel zitierte Versöhnung über den Gräbern stattgefunden. Aber Krieg und Gewalt seien auch heute noch trauriger Alltag. Über 50 Bundeswehrsoldaten verloren in 13 Jahren Einsatz in Afghanistan ihr Leben und viele leiden an traumatischen Erlebnissen.

Der evangelische Posaunenchor Etzenricht/Rothenstadt unter der Leitung von Fritz Wieder umrahmte die Gedenkfeier mit den Musikstücken "Best Memories", "Wohl denen, die da wandeln" und der Nationalhymne. Der katholische Kirchenchor unter der Leitung von Markus Bäumler sang das Lied "Wie sie so sanft ruh'n". Zur Melodie des Posaunenchores "Ich hatt' einen Kameraden" ertönten Salutschüsse.
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