Rotstift hat keine Chance

Der Seniorennachmittag der Stadt Weiden lockte über 600 Besucher in die Max-Reger-Halle. Bilder: Götz (2)

Wie sollte es auch anders sein. Beim Seniorennachmittag in der Max-Reger-Halle tauchte immer wieder der ominöse Rotstift auf. In die Hand wollte ihn aber keiner nehmen.

Über 600 Besucher strömten am Donnerstag in die Max-Reger-Halle, um bei der mittlerweile sechsten Auflage des Seniorennachmittags dabei zu sein. Musik, Humor und Geselligkeit standen auf dem Programm. Eben genau das, was sich die Senioren gewünscht hatten.

"Ich begrüße den Hausherrn OB Kurt Seggewiß, falls die Stadt hier überhaupt noch Herr ist", sprach Moderator Hans Hofmann gewohnt direkt den Rathauschef an. Der rote Faden für die nächsten Redner war somit gesponnen. Er drehte sich um die Sparzwänge der Stadt. Aber der OB hatte gute Nachrichten für die Senioren. "Kompliment an Sie alle. Beeindruckend, wie viel Leute hier sind. Wenn wir demnächst über Streichpunkte reden, sollte diese Veranstaltung nicht dabei sein", machte Seggewiß den Besuchern Hoffnung, im nächsten Jahr die siebte Auflage des Seniorennachmittags zu feiern.

Auch Seniorensprecherin Anneliese Hein leistete Überzeugungsarbeit. "Wir alle warten jedes Jahr gespannt auf diesen Tag. Ich hoffe, er wird fortgesetzt." Danach forderte sie tosenden Applaus. Und die Senioren lieferten das lautstarke Argument. Besonders hob Hein Seniorenbeauftragten Alfons Heidingsfelder hervor, der das Programm mit geplant hatte. Dass alles reibungslos über die Bühne ging, dafür sorgte auch die Volksbank als Hauptsponsor.

Höhepunkt des Tages war die Verleihung des Senioren-Ehrenpreises der Stadt Weiden. Damit soll ehrenamtliche Arbeit im Seniorenbereich eine verdiente Würdigung erhalten. Die Auszeichnung ging heuer an zwei Frauen.

Alla Dubrovina erhielt den Preis für ihr Engagement im Seniorenclub "Simches" der jüdischen Gemeinde, den sie seit 2004 leitet. Ebenfalls für preiswürdig hielt die Jury den Einsatz von Gisela Böheim. Sie ist seit 2000 die stellvertretende Leiterin der Seniorenrunde Maria Waldrast.

Die Musikschule Weiden lieferte an dem Nachmittag die passenden Lieder. Dabei sang auch der ein oder andere Besucher mit. Fürs Lachen war das "Pirker Brettl" mit zwei Sketchen zuständig. Und der "Neudaffer Plattlclub" brachte etwas Tradition in den Saal.
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