Rückblick auf "80 Jahre Narrhalla Weiden" - Ausstellung im City-Center eröffnet
1991 fiel der Fasching aus

Wegen des Irak-Kriegs wurde der Fasching im Jahr 1991 abgeblasen. Nur eine der Besonderheiten, an die in der Jubiläumsausstellung der Narrhalla erinnert wird. Geschäftsführer Philipp Kaufmann (Dritter von rechts) und Bürgermeister Jens Meyer (Zweiter von rechts) gratulierten bei der Eröffnungsfeier im City-Center. Bild: Kunz
Lokales
Weiden in der Oberpfalz
07.02.2014
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Er selber komme ja aus einer eher karnevalsfreien Gegend, erklärte City-Center-Geschäftsführer Philipp Kaufmann am Mittwochabend bei der Eröffnung der Jubiläumsausstellung "80 Jahre Narrhalla Weiden" im Galeria Treff. Deshalb zeigte er sich fasziniert davon, "dass es so etwas gibt". Die Idee zur Ausstellung hatte Hofmarschall Xaver Schreiber.

Regionalpräsident Arthur Troidl gratulierte der organisierten Fröhlichkeit in Weiden, dass sie 80 Jahre durchgestanden habe und damit eine der ältesten Faschingsgesellschaften der Oberpfalz stelle. Unter neuer Führung hätten die Narren zu neuen Höhenflügen angesetzt. "Ich hoffe, es geht weiterhin aufwärts." Bürgermeister Jens Meyer gratulierte zum Jubiläum. Die Narrhalla Weiden stehe für Brauchtumspflege, Stadtgeschichte und Kultur. Sein Dank galt allen Aktiven, vor allem aber den Ausrichtern dieser Ausstellung. Präsident Gerhard Ertl dankte Kaufmann herzlich für die Bereitstellung der Räumlichkeiten.

Die Ausstellung zeigt einen Abriss aus acht Jahrzehnten Narrengeschichte. Präsentiert werden Chroniken, Kostüme und Puppen aus den unterschiedlichsten Jahrzehnten. Bis einschließlich Faschingsdienstag zeigen die Narren ihrer treuen Fangemeinde - als zusätzliches Bonbon sozusagen zu den Highlights der Session - eine aufwändige Retrospektive.

Ins Auge stechen vor allem wunderschöne, in Handarbeit gefertigte Kostüme, zahlreiche Presseartikel, Fotos, liebevoll gestaltete Faschingsorden und viele weitere Exponate aus der Zeit von 1934 bis 2014. Am 3. März wollen die Narren zurückkehren und im Erdgeschoss die Kunden mit Tänzen verzaubern.
Die Ausstellung reicht zurück bis zum 11. 11. 1934, als die Gesellschaft auf Anregung von Toni Buschmann, einem gebürtigen Rheinländer, gegründet wurde. Erster Präsident war Bürgermeister Hans Harbauer. Erinnert wird auch an das Jahr 1991, als der Fasching wegen des Irak-Kriegs abgeblasen wurde. In der Fernsehsendung von Thomas Gottschalk hätten die Gardemädels für Furore gesorgt, aber auch für Spott. Natürlich waren zur Vernissage auch die beiden Tollitäten Prinz Enzo I. und Prinzessin Jasmin I. mit dem Kinderprinzenpaar Fabian I. und Sophie I. gekommen. Faschingsorden gab es für Bürgermeister Jens Meyer und Philipp Kaufmann.
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