Rückerstattung zu viel bezahlter Rundfunkbeiträge ist nur bis Jahresende möglich
Geld gibt's noch bis Silvester

Wer wohnt, der zahlt. Das ist vereinfacht die Formel, nach der seit dem 1. Januar 2013 Rundfunkbeiträge zu bezahlen sind. Deshalb kann es aber auch vermehrt zu doppelten Zahlungen kommen. Nur noch bis zum 31. Dezember besteht rechtlich die Möglichkeit, zu viel geleistete Beiträge zurückerstattet zu bekommen, erklärt Elisabeth Graml von der Verbraucherzentrale.

Denn wer vergessen hat, bei der Umstellung auf den Rundfunkbeitrag mitzuteilen, dass er sich die Wohnung mit anderen Personen teilt, wird als allein lebend und damit als beitragspflichtig eingestuft. Betroffen sind laut Verbraucherzentrale meist Eltern, deren erwachsene Kinder mit eigenem Einkommen noch zu Hause leben. Oder unverheiratete Paare und Wohngemeinschaften. Sie sollten kontrollieren, ob sie gerade mehr löhnen als sie müssten.

"Wer doppelt bezahlt hat, sollte dem Beitragsservice umgehend - spätestens aber bis zum 31. Dezember - schriftlich den Namen und die Beitragsnummer des bereits angemeldeten Mitbewohners anzeigen", rät die Leiterin der Beratungsstelle in Weiden. Die Adresse lautet: "ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice, 50656 Köln". Nach Silvester läuft die Übergangsregelung aus. Spätere Rückerstattungswünsche laufen ins Leere. Wer Hilfe braucht, wendet sich an die Beratungsstelle in der Herzogstraße 14. Das ist im Fall von Fragen rund um Rundfunkbeiträge übrigens kostenlos, sagt Graml und verweist auf eine entsprechende Vereinbarung, die im Sommer mit dem Beitragsservice geschlossen wurde. Im Normalfall kostet die rechtliche Beratung 15 Euro.

Derzeit schlagen vor allem Bürger mit Rechnungen über deftige Nachzahlungsforderungen in der Verbraucherzentrale auf. Die Frage nach der Berechtigung ist zu klären. Zudem bitten viele mit hohen Rechnungsforderungen um Hilfe bei der Verhandlung über Betragsstundungen. Ziemlich häufig kommen auch diejenigen, die eine zweite Wohnung besitzen oder doppelt gemeldet sind. Sie erkundigen sich, inwiefern es rechtens ist, doppelt Rundfunkbeiträge zahlen zu müssen. Gramls Rat ist dann zwar kostenlos, teuer wird er trotzdem. Die Chefin der Verbraucherzentrale klärt auf: "Wer doppelt gemeldet ist, zahlt auch doppelt."
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