Ruhetag für sechs Wochen
Angemerkt

Am Montag fiel's noch nicht groß auf. Da hat die Regionalbibliothek ja ohnehin Ruhetag. Der "Regi"-Entzug beginnt heute. Die ebenso beliebte wie belebte Vorzeige-Bücherei (eigentlich "Mediencenter") nimmt sich eine epische Auszeit. Bis zum 2. Dezember. Dann ist der Umbau abgeschlossen, sind die Automaten installiert. Sie sollen es möglich machen, dass die Besucher bei der Ausleihe zur Selbstbedienung schreiten. Nicht die einzige Neuerung. Auch die Gebühren werden sich ändern - Ermäßigungen für Fördervereins-Mitglieder wird es nicht mehr geben. Stattdessen andere Rabatt-Modelle? Hoffentlich! Hier sind jetzt Stadtrat und Verwaltung am Zug.

Wie attraktiv die "Regi" schon in der bisherigen Form war, zeigten insbesondere die vergangenen Wochen. Die Nutzer räumten die Regale leer, machten reichlich Gebrauch vom Angebot, sich bis zur Wiedereröffnung mit Medien in Hülle und Fülle einzudecken. Leiterin Sabine Guhl belauschte ein Gespräch zwischen zwei Schülerinnen, die wahre Bücher-Berge durch die Gänge schleppten. "Wenn wir täglich eines lesen", sagte das eine Mädchen zum anderen, "meinst du, dass uns das bis Dezember reicht?"

Beim großen Wein-Lese-Fest am Samstag feierten Tausende von "Regi"-Fans ausgelassen Abschied. Jetzt ist Ruhetag. Für sechs lange Wochen. Dann muss es wieder hoch hergehen in der Regionalbibliothek. An dieser Einrichtung und ihren begeisterten Nutzern darf die Stadt nicht sparen.



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Kreisseite Über die Böschung

Ein mit Silomais beladener Abschiebewagen ist beim Einfahren in die Bundesstraße 22 bei Tännesberg im aufgeweichten Bankett über die Böschung gestürzt. Zum Glück blieb der Truckerfahrer unverletzt. (Seite 30)
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