Rummel um Strom

Wegen des warmen Wetters blieben am Freitagnacht noch viele Sitze in den Fahrgeschäften leer. Dabei war das Kettenkarussell eine gute Gelegenheit, ein wenig frischen Wind auf der Haut zu spüren. Bilder: zpe

Gluthitze am Freitag. Am Samstag Land unter. Am Sonntag herrliches Schaustellerwetter. Die Fieranten auf dem Volksfestplatz erlebten am Wochenende ein Wechselbad der Gefühle.

Weiden. (zpe) Nach dem Wolkenbruch am Samstagnachmittag stand das westliche Gelände der Budenstadt - "unmittelbar hinterm U-Boot" - knietief unter Wasser. "Es wurde Anweisung erteilt, dass das Transformatorhäuschen abgeschaltet wird, bevor etwas passiert", erklärte Platzmeister Hans Blum. Warum? "Weil auch die Stromverteilerkästen unter Wasser standen." Eine Stunde lang blieben die Fahrgeschäfte stehen, weil sie keinen Strom hatten. Die Sicherungen hatte der Platzelektriker der Schausteller ausgeschaltet.

"Das Wasser stand einen halben Meter hoch. Das war schon heftig", sagte Blum. "Die Kanäle konnten das nicht mehr aufnehmen. Vielleicht sollte man sich überlegen, hier zusätzliche Drainagen einzubauen." Die sofort herbeigerufene Feuerwehr musste vor Ort das Wasser abpumpen, hatte aber alles schnell im Griff.

"Gott sei Dank gab's keine Personenschäden. Auch den Geschäften ist nichts passiert." Das Unwetter sei glimpflich abgelaufen. Blum lacht: "Wir haben schon gewusst, warum wir das U-Boot dort hinten platziert haben." Die Besucher konnten natürlich so schnell nicht weg. Sie hatten Unterschlupf im Festzelt oder unter den Dächern der Fahrgeschäfte gefunden.

"Am Freitag war's einfach zu heiß. Aber abends sind die Leute dann schon gekommen." Allerdings zu spät fürs ganz große Geschäft, meinte Blum. Der Samstag sei gut angelaufen, hätte es den Wolkenbruch nicht gegeben. Schausteller-Chef Gerhard Donhauser sah alles viel optimistischer: "Passt schon, wird schon. Ein Auftakt wie immer." Im Sommer sei's einfach heißer. "Die Leute gehen tagsüber zum Baden und kommen dafür abends." Auch Festwirt Gerhard Böckl gab sich als Optimist. "Mir g'freier uns, dass o'ganga is." Natürlich habe der Eröffnungstag die Erwartungen nicht erfüllt. Es sei einfach zu heiß gewesen. Dafür aber waren die Besucher tags darauf wegen des Regens in Scharen ins Bierzelt geströmt. Das Zelt war schon am frühen Samstagabend gut gefüllt. Vielleicht auch Dank der vierköpfigen Combo "Stiefelziacha".

Am heutigen Montag gibt's einen Amerikanischen Abend. Am Dienstag wird Miss Weiden gewählt.
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