Rund 800 Soldaten in Kaserne

Das Artilleriebataillon 131 stellte Major Eric Schröter den SPD-Senioren vor. Chefin Ursula Kinner und OB Kurt Seggewiß dankten dem Referenten. Bild: Dobmeier

Am Wochenende fahren sie heim nach Sachsen oder Thüringen: Noch sind 64 Prozent der Soldaten in der Ostmarkkaserne Pendler. Tendenz fallend - und zwar täglich.

Im Juni 2014 bevölkerten 430 Soldaten des Artilleriebataillons 131 die Weidener Kaserne. Momentan sind es 726 im Verband. Nur noch 12 Soldaten fehlten bis zur Sollstärke, verkündete Major Eric Schröter. Hinzu kommen die weiteren Bundeswehr-Beschäftigten, die eine Grundwehrdienstausbildung absolvieren.

Auf Einladung der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus sprach Schröter, stellvertretender Kommandeur seit Mai, im "Bräustüberl". Der 40-jährige Major aus der Pfalz begann seine Laufbahn vor etwa 20 Jahren. Damals gab es bundesweit 87 Standorte der Artillerie - heute sind es mit Weiden nur noch 4. Schröter bezeichnete die Infrastruktur der Kaserne auf 37 Hektar als ansprechend. Das Personal sei zu acht Prozent weiblich. Vorsitzende Ursula Kinner erklärte, die Bundeswehr sei im Stadtbild präsent und bei der Bevölkerung sehr anerkannt.

Ein Bataillon verfügt laut Schröter über sechs aktive Einheiten. Dazu gehören Versorgung und Instandsetzung, Wetterbeobachtung und Aufklärung. Der Stab trage das gesammelte Wissen für den Gefechtsstand zusammen. Modernstes Aufklärungsgerät wie Drohnen mit Infrarotbildern, Raketenwerfer und Panzerhaubitzen mit großer Treffsicherheit auf weite Entfernungen böten den Soldaten bei Auslandseinsätzen den wichtigen Rückhalt. Wegen der Verlegung des Stabes von Thüringen nach Weiden seien Reservisteneinheiten im Neuaufbau begriffen.

"Das kulturelle Angebot der Stadt Weiden ist klasse", lobte der Major. Derzeit seien etwa 64 Prozent der Stationierten "Wochenendheimfahrer". Ihre Zahl reduziere sich aber täglich. Problem: Angesichts des Hochschulstandorts Weiden seien die Mieten für kleinere Wohnungen mit etwa 10 Euro pro Quadratmeter etwas höher als in Mühlhausen (7,50 Euro). Auf die Frage eines Zuhörers versicherte Schröter, er habe keine Probleme mit den Gewehren der Bundeswehr.

OB Kurt Seggewiß erinnerte an den Kampf um die Kaserne. Die parteiübergreifende Initiative sei von Erfolg gekrönt gewesen. Die örtliche Wirtschaft profitiere von Aufträgen und dem Konsum der Soldaten.
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