Runter von der Million

Eine Million Euro Defizit verursacht die Max-Reger-Halle im Jahr. Viel zu viel, sind sich die Stadträte einig. Weniger einig sind sie sich bei der Frage, ob eine GmbH Besserung bringen kann. Und der Pachtvertrag mit Gastronomie-Hüttel soll vorerst nur um ein Jahr verlängert werden.

Erst grinste er schelmisch, dann schüttelte Gerhard Hagler energisch den Kopf. Die Versuche von Mitgliedern des Finanzausschusses, den Chef der Max-Reger-Halle zum Weitermachen zu bewegen, fruchteten nicht. "Der Zug ist abgefahren", sagte Hagler und betonte unmissverständlich, dass er am 28. Februar in Rente gehen wird. Und so soll noch in dieser Woche die Stelle für seinen Nachfolger ausgeschrieben werden. Mit einem hohen Anforderungsprofil. Ein Konzept muss er oder sie gleich mitbringen, und bei der Endauswahl wollen die Stadträte über ein extra zu schaffendes Gremium mitreden wollen.

Nach Ansicht der SPD allerdings kann der oder die Neue die Max-Reger-Halle als Regiebetrieb der Stadt weiterführen. Nach Ansicht von CSU und Bürgerliste sollte besser die Umwandlung in eine GmbH erfolgen. Schnellstmöglich wird das Eventmanagement der Stadt in die Halle eingegliedert. Damit könnte auch der Info-Point am Eingang wieder besetzt werden. Andererseits ist nicht ausgeschlossen, dass nur noch eine Bedarfsgastronomie eingerichtet wird. Deutliche Kritik an der jetzigen Lösung kam auf jeden Fall von Walter Leupold (CSU) und Reinhold Wildenauer (Bürgerliste). Der Pachtvertrag mit Gastronomie-Hüttel soll erst einmal nur um ein Jahr verlängert werden.

Vor allem die Vertreter der CSU kritisierten den Sachstandsbericht der Verwaltung heftig. Leupold vermisste Schwung, und Dagmar Nachtigall sagte: "Ich möchte hören, wie's geht und nicht, wie's nicht geht." SPD-Fraktionschef Roland Richter drückte sich zurückhaltender aus: "Die Verwaltung hat angefangen, am Gordischen Knoten zu sägen."
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