Rupprecht: Mehr Aufgaben für das Finanzamt Weiden
"Arbeit zu den Menschen bringen"

Die Finger an einer Hand reichen nicht aus, um die Gründe für die Verlagerung von Arbeiten in die Region aufzuzählen. Da waren sich die Gesprächspartner einig. Von links: Claudia Eck, Hubertus König und MdB Albert Rupprecht. Bild: sbü
(sbü) Im Finanzamt Weiden arbeiten derzeit 180 Mitarbeiter. Dazu kommen noch 50 Nachwuchskräfte in Ausbildung, sogenannte Anwärter. Diese dürfen nach beendeter Ausbildung nur selten in Weiden bleiben und müssen vor allem in den Ballungsräumen die Lücken schließen. "Wir könnten noch viel mehr gut geeignete Bewerber einstellen", erklärte der neue Finanzamtschef, Hubertus König, seinem Gast, MdB Albert Rupprecht.

Aus 25 Bewerbungen, die in der engeren Auswahl für den nächsten Einstellungstermin sind, darf König nur 10 auswählen. "Wir sind als Arbeitgeber und Dienstherr sehr beliebt", stellte er mit seiner Vertreterin Claudia Eck fest. Beide wünschen sich nicht nur mehr Einstellungen, sondern auch den Verbleib von mehr Nachwuchskräften. Damit war für Rupprecht als Strukturpolitiker das Stichwort gefallen: "Ich setze mich vehement dafür ein, dass im Zuge der Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Bayern mehr öffentliche Aufgaben in die Region verlagert werden." Das Finanzamt Weiden sei prädestiniert für die Erledigung zusätzlicher Aufgaben aus anderen Regionen. Er und der neue Chef sind sich deshalb einig: "Bringt Arbeit dahin, wo die Menschen sind."

Als ersten Schritt sehen die Gesprächspartner die Errichtung der Finanzamts-Zentralkasse in Weiden am Schlörplatz mit 26 Arbeitsplätzen an. Rupprecht will das Thema Dezentralisierung weiterhin auf seine Agenda setzen. Minister Söder und Staatssekretär Füracker hätten viel Verständnis für diese Anliegen. Rupprecht und König stellten fest, dass die nördliche Oberpfalz eine sehr attraktive Region sei, unter anderem wegen niedriger Lebenshaltungskosten sowie der Mentalität und Arbeitshaltung der Menschen. Deshalb sagte König auch: "Ich bin froh in Weiden zu sein. Betriebsklima im Finanzamt und Land und Leute haben mich überzeugt."
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