Ruth und Luis Panzer feiern im Thalheimer Schloss ihr goldenes Ehejubiläum - Jahrelang Sägewerk ...
Geprägt von schwerer Arbeit und viel Fleiß

Ruth und Luis Panzer durften ihre goldene Hochzeit feiern. Die Besitzer des Thalheimer Schlosses sind in der Region bekannt und beliebt. Bild: hfz
Eine goldene Hochzeit gab es im Thalheimer Schloss der Familie Panzer. Am 24. Oktober 1964 standen Ruth und Luis Panzer in Weitlingen, Kreis Ansbach vor dem Traualtar. Standesamtlich hatten sie kurz vorher in Thalheim geheiratet. Das Schloss und sämtliche dazugehörigen Liegenschaften war schon seit 1909 im Familienbesitz.

Sehr beliebt

Das weit über die Ortsgrenze hinaus bekannte und sehr beliebte Ehepaar Panzer betrieb ein Sägewerk das inzwischen Sohn Mathias weiterführt. Diese Arbeit und auch die zusätzlich anfallende Forstarbeit in ihren umliegenden Wäldern war in früheren Jahren und Jahrzehnten wohl eine körperlich noch schwerere und kräftezehrendere Tätigkeit als Heute.

Wenn's eilig war und das Bauholz dringend gebraucht wurde, konnte man die Gattersäge so manches mal auch noch in den späteren Abendstunden hören. Eine Sechs-Tages-Woche war und ist schon seit jeher Normalität. Aber der "Panzers-Lui" war trotzdem oder vielleicht auch gerade deswegen stets ein sehr aufgeschlossener, redseliger und angenehmer Zeitgenosse. Seine Frau Ruth half in den Anfangsjahren tatkräftig im Sägewerk mit. Später hatte sie dann alle Hände voll zu tun, im und ums Schloss, im Haushalt und mit der Erziehung der beiden Kinder Mathias und Andrea.

Einen schweren Schicksalsschlag erlitt die Familie 2003, als sie mit ansehen mussten, wie in ihrem erst kurz vorher renovierten Schloss der gesamte Dachstuhl und Teile des Obergeschosses in Flammen standen. Der Schaden war erheblich, verletzt wurde glücklicherweise niemand. Ruth Panzer: "Wir dachten weder 1964 an eine Hochzeitsreise noch in all den Jahrzehnten an großen Urlaub. Es gab jede Menge zu tun, also krempelten mein Mann und ich die Ärmel hoch und packten zu. Wir haben Urlaubsreisen aber auch nie wirklich vermisst".

Lediglich ein kleines, ruhig gelegenes Domizil in Ungarn hatten sie irgendwann erworben, um dort ab und zu eine Auszeit zu genießen. Das Jubelpaar freut sich inzwischen sehr über Fünf Enkel und ein Urenkelkind. Dem Luis macht leider eine schwere Krankheit zu schaffen, die 2005 schleichend begann und seither kontinuierlich schlechter wurde. Seine Frau Ruth pflegt ihn Zuhause fürsorglich mit guter Unterstützung der Familie und der Diakonie Albachtal und freut sich über jeden geschenkten Tag, den sie zusammen verbringen dürfen.
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