Ryder mit Remis nicht einverstanden

Der Spieler des Tages, Sean Ryder (rechts), brachte die Weidener auf die Siegerstraße. Vier Sekunden vor der Schluss-Sirene erzielte er den Treffer zum 10:9-Erfolg. Bild: Büttner

So könnte es weitergehen für die Weidener Wasserballer. Im letzten Heimspiel des Jahres stand es vier Sekunden vor Spielende noch 9:9. Doch dann sorgte Sean Ryder für die Überraschung.

Die Weidener Bundesliga-Wasserballer besiegten am Samstag den Tabellenzweiten OSC Potsdam mit 10:9. Den entscheidenden Treffer erzielte der überragende Sean Ryder (sechs Tore und Spieler des Tages) vier Sekunden vor Spielende. Die Gastgeber wurden für ihre couragierte Mannschaftsleistung - mit einem starken Vladimir Srajer im Tor und einer kompakten Verteidigung gegen konterschnelle Brandenburger - belohnt.

Das Spiel begann mit einem schnellen Gegentreffer in Unterzahl. Nach einem verschossenen Strafwurf der Gäste traf Sean Ryder zum ersten Mal an diesem Abend zum 1:1. Die Gäste gingen schnell wieder in Führung, ehe Andras Langmar mit einem Distanzwurf überraschte und das 2:2 erzielte. Weitere zwei Überzahlen nutzten die Potsdamer, um die 4:2 Führung mit in die erste Viertelpause zu nehmen.

Gleich im ersten Angriff des zweiten Abschnittes verkürzte Ryder auf 3:4. Die Hausherren verteidigten gut ihre Unterzahl, erarbeiteten sich zwei eigene Überzahlspiele und im zweiten Anlauf war es wieder, der später zum "Spieler des Tages" gekürte Ryder, der zum 4:4 einwarf. Der OSC Potsdam legte einen Zwischenspurt hin und stellte binnen 22 Sekunden die Zwei-Tore-Führung wieder her. Doch die Weidener zeigten Moral und Ryder und Thomas Kick stellten den 6:6-Zwischenstand her. Potsdam nutze die letzte Chance im Überzahl und ging 35 Sekunden vor Seitenwechsel mit 7:6 in Führung. Doch die wurde zwei Sekunden vor der Halbzeitpause durch einen sehenswerten Treffer vom Thomas Kick zum 7:7 egalisiert. Das ereignisarme dritte Viertel ging trotz zwei Überzahlen der Gäste mit 0:0 aus. Die erste Überzahlsituation im letzten Abschnitt nutzte Michael Trottmann zur ersten Führung der Hausherren (8:7), die jedoch im Gegenzug ausgeglichen wurde. Zehn Sekunden später war es wieder Ryder, der sein Team zum zweiten Mal in dieser Partie in Führung brachte. Die nächste nummerische Überlegenheit ließen die Gäste aus Potsdam liegen. Doch im zweiten Anlauf passierte es. Zwei Minuten vor Spielende traf Marc Langer zum 9:9. In den letzten zwei Minuten hatten beide Teams die Chance, in Führung zu gehen. Die SV-ler vorgaben in der Schlussphase sogar eine Überzahl und zwei hochkarätige Chancen vor dem Potsdamer Tor. Alle hatte sich wohl schon mit dem Remis abgefunden, nur Sean Ryder nicht. Ihm gelang vier Sekunden vor der Schluss-Sirene der vielumjubelte Siegtreffer.

Trainer Gerhard Wodarz lobte sein Team für eine geschlossene Mannschaftsleistung und die tolle Moral: "Solche Spiele kannst du nur gewinnen, wenn alle mitziehen. Die Mannschaft hat dies heute unter Beweis gestellt und einen großartigen Kampf geliefert. Dafür mein Respekt."

Auch der Blick auf die Tabelle wird die SV-Verantwortlichen freuen. Weiden steht aktuell auf dem fünften Tabellenplatz und hat die Chance, nächsten Samstag bei der SG Neukölln, diese Platzierung zu festigen.

SV Weiden - OSC Potsdam 10:9

(2:4, 5:3, 0:0, 3:2)

Persönliche Fehler: Weiden 12 + 1 Strafwurf, Potsdam 8

Zuschauer: 90

SV Weiden: Vladimir Srajer im Tor, Thomas Aigner, Michael Trottmann (1 Tor), Thomas Kick (2), Andras Langmar (1), Stephan Schirdewahn, Nikolaj Neumann, Marek Janecek, Andreas Jahn, Sean Ryder (6), Jakob Ströll und Matthias Kreiner
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