Sanfter Druck auf die Böden

Die Teilnehmer am Bodenschutz-Tag erlebten im Innenhof von Almesbach die Zusammenhänge zwischen Reifendruck und Bereifung. Im Augenschein nahmen sie einen minimalen Abdruck auf Sägespänen, den der große Traktor (im Hintergrund) hinterlassen hatte. Bild: Dobmeier

Über die vielfältigen Möglichkeiten des Bodenschutzes informierten sich rund 100 Landwirte bei der Fachtagung Bodenschutz in Almesbach. Dabei ging es um aktuelle Ergebnisse zum optimalen Reifendruck, zur pfluglosen Bewirtschaftung und zur Humusversorgung durch Zwischenfrüchte.

Zahlreiche Landwirte, Fachberater und Firmenvertreter, aber auch die Landwirtschaftsschule Weiden und Neustadt sowie die Höhere Landbauschule Almesbach nutzten den Bodenschutz-Tag, um sich vor Ort zu informieren. Nach den Vorträgen konnten sich die Landwirte über den optimalen Reifendruck und über Neuentwicklungen bei Schlepperreifen informieren. Der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen wie Boden und Wasser ist zentraler Bestandteil einer nachhaltigen Landbewirtschaftung.

Im Referat von Dr. Martin Heckmann, Leiter des Reifenschulungszentrums in Grasdorf, standen der optimale Reifendruck und die passende Bereifung an sich im Vordergrund. Im Acker sollte nach Möglichkeit nur mit einem Luftdruck unter 1 Bar gefahren werden, um den Boden zu schonen und Diesel zu sparen: bis zu 10 Prozent. Fachberater Max Graml vom Erzeugerring stellte die Vor- und Nachteile der pfluglosen Bodenbearbeitung vor. Diese verringere die Erosionsgefahr in Hanglagen deutlich.

Positiv: Regenwürmer

Gerhard Gradl von der Landwirtschaftsschule Weiden zeigte mit Hilfe eines Videofilmes die optimale Zugkraftübertragung durch flexible Bereifung. Andreas Kiener, Betriebsleiter von Almesbach, und Fachberater Schröder von Michelin stellten die Auswirkung von Bereifung und Reifendruck anschaulich mittels eines Schleppervergleiches vor. Martin Schreyer vom AELF Weiden und Fachberater Jakob Schneidmiller von den DSV-Saaten zeigten im Feld die Reaktion der Pflanzenwurzeln auf die Bodenbearbeitung und die Vielzahl der möglichen Zwischenfrüchte. Diese wirken sehr positiv auf das Bodenleben, erkennbar auch an der Zahl der Regenwürmer.

Die Organisatoren der Veranstaltung, Gerhard Gradl und Andreas Kiener von Almesbach, bedankten sich bei den Referenten für ihre zahlreichen Tipps. Aktiver Bodenschutz gelinge nur durch ein gutes Zusammenspiel von Biologie und Technik. Das Verständnis für chemische und biologische Vorgänge im Boden gehöre dazu.
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