Sanierung der Notaufnahme am Klinikum Weiden
Mit Aufzug in die Notaufnahme

Die Vorbereitungen für die Erweiterung und Sanierung der Notaufnahme am Klinikum laufen schon. Das provisorische Zugangswerk für die Rettungsfahrzeuge (rechts) ist bereits errichtet. Die bisherige Auffahrrampe (Mitte) und der Glasbau werden für den Neubau weggerissen. Bild: Steinbacher

Die Notaufnahme am Klinikum Weiden ist schon seit Jahren zu klein. Die Schließungen der Notaufnahmen in Neustadt/WN und Eschenbach haben das Problem noch weiter verschärft. In spätestens drei Jahren gibt es aber Abhilfe.

Im Februar 2015 ist es so weit. Dann starten die Arbeiten für die Sanierung und Erweiterung der Zentralen Notaufnahme des Klinikums Weiden. Dabei wird der Platz fast verdreifacht. Um alles unterzubringen, wird die Bismarckstraße überbaut und um etwa eineinhalb Meter abgesenkt. Zudem darf sie nur noch von Rettungsfahrzeugen aus Richtung Gabelsberger Straße genutzt werden. Der Haupteingang der neuen Notaufnahme ist zukünftig an der Söllnerstraße. Treppe und Aufzug bringen die Patienten in den ersten Stock, wo Aufnahme, Wartezimmer und Untersuchungsräume liegen.

"Das ist ein komplizierter Bauverlauf. Daher war es schwer, alles unter einen Hut zu bringen", berichtet Georg Schmauß, technischer Leiter der Kliniken Nordoberpfalz AG, von der knapp dreijährigen Planungszeit. Die Gesamtsumme für die Maßnahme beträgt rund 9 Millionen Euro. Davon übernimmt der Freistaat Bayern 6,36 Millionen Euro. Den Rest schultert die Kliniken AG. Ende 2017 soll die dann 918 Quadratmeter große Zentrale Notaufnahme (bisher: 328 Quadratmeter) fertig sein.

Unterirdische Einfahrt

Geplant sind zwei Bauabschnitte. Im ersten wird der Neubau errichtet (Februar 2015 bis Ende 2016). Dafür müssen die bisherige Auffahrrampe für die Rettungsdienste und der Glasbau weichen. An diese Stelle tritt der Neubau, der sich bis zur Söllnerstraße vor und in Richtung des ehemaligen "Semi" erstreckt. Nach der Fertigstellung fahren die Sanka unterirdisch in das Gebäude ein. Von dort geht es dann mit zwei Aufzügen in die Notaufnahme (erster Stock).

Die Bismarckstraße - in der auch der Kanal um einige Meter verlegt werden muss - wird zwischen Gabelsberger Straße und Söllnerstraße aufgelöst. Dort dürfen nur noch Sanka fahren. "In diesem Bereich errichten wir aber einen Fußgänger- und Radweg", sagt Schmauß. Während des ersten Bauabschnitts erreichen die Rettungsdienste die Notaufnahme über ein provisorisches Zugangswerk in der Söllnerstraße.

Im zweiten Bauabschnitt, der etwa ein Jahr dauert, wird der bisherige Notaufnahmebereich saniert. Danach stehen für die Ärzte und Patienten insgesamt 918 Quadratmeter zur Verfügung. Dort gibt es acht Untersuchungsräume (bisher fünf), zusätzlich ist eine zentrale Abklärungseinheit mit acht Betten geplant. Außerdem werden zwei Schockräume sowie ein Eingriffsraum errichtet. Dort nehmen die Mediziner kleinere Operationen vor. Ende 2017 ist die Notaufnahme dann von der Größe und Technik auf den modernsten Stand. Die Wartezeiten für die rund 30 000 Patienten, die dort jährlich auflaufen, dürften sich somit noch einmal verringern.
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