Sassen, Ritter, Gäste

Gegründet wurden die Schlaraffen 1859 in Prag von Theaterleuten, Schriftstellern und Musikern. Auf die Schippe genommen wurde alles und jeder der damaligen Gesellschaft, vor allem den Adel und das Großbürgertum. Daher stammt auch die für Außenstehende etwas eigentümliche Sprache. Die Schlaraffen treffen sich im Reych auf der Burg. Sassen, Ritter und eingerittene Gäste feiern und frönen den schönen Künsten. Vor allem aber werden Freundschaft, Kunst und Humor gepflegt. Bei den Sippungen, wie die Treffen heißen, wird gefext, was heißt, dass lustige Vorträge gehalten werden. Musikbegabte spielen auf ihren Instrumenten, für jede Sippung wird das Schmierbuch (Gästebuch) von künstlerisch mehr oder minder begabten Mitgliedern gestaltet. Bekannte Schlaraffen waren Peter Rosegger, Ludwig Ganghofer und Franz Lehár. (mbs)
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