Schaut aus wie in Bethlehem

In den abgebrochenen Stamm eines alten Apfelbaums setzte Peter Geier die Szene der Geburt Christi. Bild: rha

Jahrelang haben sich die Vilsecker Krippenfreunde bei internationalen Ausstellungen Anregungen geholt. Jetzt sind sie sich sicher: Ihre Krippen können mit allen anderen mithalten.

"Viele fleißige Hände haben ein wunderbares Werk geschaffen", freute sich Heinrich Ruppert, der Vorsitzende der Krippenfreunde Vilseck, bei der Eröffnung der sechsten Ausstellung des seit 20 Jahren bestehenden Vereins. Mit den Worten "Auf, lasst uns nach Bethlehem gehen!" lud er zu einem Rundgang ein. An jedem Samstag und Sonntag im Advent ist die Ausstellung im Wolfgangsheim in Sorghof von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Rund 70 Exponate aller Stilrichtungen sind dort zu bewundern. Einige Stücke kann man auch kaufen.

Ruppert dankte allen, die Krippen eigens für diese Ausstellung gebaut hatten. Zugrunde liege jeder Krippe ein Leitgedanke: "die Darstellung der Geburt Christi". Er wies besonders auf die orientalische Vereinskrippe hin, die in 3500 gemeinschaftlichen Arbeitsstunden aus über 1100 Einzelteilen erstellt und mit mehr als 150 Figuren bestückt wurde. Eine große Freikrippe, die unter der Regie von Rudi Pickl gebaut worden war, steht an der Ortsdurchfahrt in Sorghof.

Landrat und Schirmherr Richard Reisinger lobte so viel Handwerkskunst, Einfühlungsvermögen und architektonisches Können. Für die Krippe, die im Landratsamt aufgestellt wurde und in die mehrere hundert Arbeitsstunden investiert worden waren, dankte er besonders. Als "Schreibtischkrippe" bezeichnete Heinrich Ruppert das kleine Kunstwerk, das er dem Schirmherrn zum Dank überreichte.

Bürgermeister Hans-Martin Schertl würdigte das 20-jährige Bestehen der Krippenfreunde mit einer finanziellen Unterstützung und dem Dank an alle Künstler und Helfer. Die Bläser des Musikvereins umrahmten die Ausstellungseröffnung.
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