Schick in Strick: Neue Maschen im Stadtpark

Warm anziehen (mte) Sockenstricken war gestern. "Urban Knitting" heißt die neue Masche im Stadtpark. Dabei werden Gegenstände im öffentlichen Raum wie hier Baumstämme und Laternenmasten durch Stricken verändert. Eine ziemlich weibliche Form der Streetart ist das. Was Ordnungsamt und Stadtgärtnerei dazu sagen, lesen Sie in der Donnerstagausgabe . Bild: Würth
Für Weihnachten putzen sich heuer sogar die Masten der Straßenlaternen und die Stämme der Bäume im Weidener Stadtpark heraus. Dank eines unbekannten Strick-Künstlers, der "Urban Knitting" oder "Guerilla Knitting" (englisch to knit: stricken) betreibt. Und das geht so: Man nehme Strickereien und stülpe sie über Parkuhren und Abfalleimer. Oder man umhülle damit - wie derzeit in den Max-Reger-Anlagen ab dem Bereich der Vogelvoliere bis auf Höhe der Unteren Bachgasse - Laternenmasten und Baumstämme. Schick in Strick - ob das dem Ordnungsamt gefällt?

"Ordnungsrechtlich sehe ich da kein Problem", sagt Reinhold Gailer vom zuständigen städtischen Amt. "So lange es sich um keinen Abfall handelt und es keinen stört", schränkt er ein. Dabei erinnert er sich, dass es so etwas doch schon einmal gab. Stimmt. Nur nicht in Weiden. Vor zwei Jahren waren zu Fasching die Menschen in Auerbach wahre Guerilla-Stricker.

Auch Stadtgärtnermeister Hans Gallersdörfer bleibt ganz entspannt, als er von der neuen Masche hier im Stadtpark hört: "Es handelt sich um Wolle an den Baumstämmen? Das sind keine Nägel, und damit gibt's kein Problem." Erst wenn das Ganze unansehnlich wird, würden die Leute der Stadtgärtnerei die Strickkunst entfernen.

Und wie steht den Bäumen das Maschenwerk? Mit den Jute-Wickelstreifen zum Schutz vor Frost können die teils farbenfrohen Überzieher jedenfalls allemal mithalten.
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