Schicksale machen betroffen

In seinem Jahresbericht warb Dekan Dr. Wenrich Slenczka dafür, den Flüchtlingen zu helfen, die nun in der Oberpfalz untergebracht werden. Bild: hfz/Susanne Götte

Auftrag zur Hilfe: Die Not der Flüchtlinge berührt die Mitglieder der evangelischen Dekanatssynode. Der Blick richtet sich dabei auch auf Wohnraum, der zur Verfügung gestellt werden könnte.

Die Flüchtlingsthematik, einige personelle Veränderungen sowie der Kindergottesdienst in den Gemeinden standen im Mittelpunkt der Herbstsynode des evangelisch-lutherischen Dekanates Weiden. Sie tagte im Haus der Gemeinde. Dazu waren Kirchenvorsteher und Pfarrer aus den 35 Gemeinden zwischen Waldsassen im Norden und Wernberg-Köblitz im Süden nach Weiden gekommen.

Dekan Dr. Wenrich Slenczka zeigte sich in seinem Jahresbericht erfreut darüber, dass das bisher ehrenamtlich geführte evangelische Bildungswerk seit September personelle Verstärkung erfahren habe: "Im Rahmen der Bildungsinitiative unserer Landeskirche haben wir eine zusätzliche Arbeitskraft bewilligt bekommen." Religionspädagogin Bettina Hahn könne nun mit sieben Stunden pro Woche die Bildungsarbeit mit neuen Ideen bereichern. Innerhalb von drei Jahren solle sie versuchen, ein neues Konzept zu erarbeiten, das auch Kooperationen mit anderen Bildungswerken einschließe.

Vier Wasserhähne...

Betroffen zeigte er sich von der Not der Flüchtlinge. "In einem Flüchtlingslager im Nordirak, das Landesbischof Bedford-Strohm vor kurzem besuchte, gab es lediglich vier Wasserhähne für 40 000 Flüchtlinge - also fast so viele Menschen wie in Weiden leben. Als christliche Gemeinde haben wir den Auftrag zu helfen."

Er appellierte deshalb an die Anwesenden: "Wenn Sie in Ihrer Gemeinde oder an Ihrem Ort Wohnraum haben, den man für Flüchtlinge nutzen kann, dann überlegen Sie als Nächstes: Wie können wir Flüchtlinge hier willkommen heißen?" Ohne Beratung von fachkundigen Stellen sei dies allerdings schwierig.

Kinder-Gottesdienste

Die Diakonie könne hier weiterhelfen: "Die Flüchtlinge haben furchtbare Erfahrungen gemacht und brauchen die richtige Hilfe, die ihnen auch beisteht, mit dem fertig zu werden, was sie in ihrem Land und auf der Flucht erlebt haben." Um sich gegenseitig zu unterstützen, wollen sich einige Kirchengemeinden, die bereits Kontakte zu Asylbewerbern aufgenommen haben darüber austauschen und vernetzen. Einen Blick in die Zukunft warf Pfarrer Hartmut Klausfelder aus Neustadt am Kulm. Er stellte die Arbeit des Landesverbandes für Kindergottesdienstarbeit in Bayern vor. Dieser unterstützt nicht nur das gottesdienstliche Leben mit Kindern und Familien in den Gemeinden. Er veranstaltet auch alle vier Jahre einen Mitarbeitenden-Kongress mit Gästen aus ganz Bayern.

Pfarrer Klausfelder, der auch zweiter Vorsitzender des Landesverbandes ist, ermunterte die Synodalen, die Gottesdienste mit Kindern genauer in den Blick zu nehmen, denn: "Ich freue mich sehr, dass die nächste Landestagung für Kindergottesdienst vom 10. bis 12. Juni 2016 in Weiden stattfindet."
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