Schild am Kriegerdenkmal sorgt für Kopfschütteln - Zweiter Bürgermeister Klaus Hafner: ...
"Dies ist nicht die Meinung der Kürmreuther"

Kaum ist das Kriegerdenkmal versetzt, gibt es schon gehörige Kritik, allerdings anonym. Am Samstagmorgen hing ein Schild am Zaun des Kriegerdenkmals. Das Denkmal in der Ortsmitte von Kürmreuth wurde rechtzeitig zum Volkstrauertag fertig. Der Zaun und die Mauer, die hier kritisiert wurden, sollen als sichtbare Eingrenzung des Kriegerdenkmals dienen.

Sofort entfernt

Der Zaun wurde so gewählt, dass er sich an den angrenzenden Zaun des evangelischen Gemeindehauses anpasst. Auch die Steine wurden zum Großteil vom alten Denkmal wiederverwendet.

Auf jeden Fall hat ein Marktrat, der das Schild um 9 Uhr morgens sah, dies sofort entfernt. Viele Kürmreu-ther waren über dieses Schild mit seiner provokanten Aufschrift wütend und fassungslos.

Richtig platziert

Die Gedenkfeier am Volkstrauertag strafte das Schild Lügen. Es zeigte sich, dass das Kriegerdenkmal richtig platziert war. Es war nicht mehr - wie vorher so oft - zugeparkt. Auch musste niemand mehr auf der Straße stehen. Die Gedenkfeier ging ruhig und würdevoll vonstatten.

Zum ersten Mal konnten die Bürger sehen, welch kleine Ruheoase mit dem erhöhten, umfriedeten Platz in der Ortsmitte geschaffen wurde. Auch sind noch Ruhebänke und Begrünungen geplant.

Zweiter Bürgermeister Klaus Hafner war wegen des Schildes irritiert und wütend zugleich. Grundsätzlich, so äußerte sich Hafner gegenüber unserer Zeitung, habe jeder das Recht auf Meinungsfreiheit. Jedoch sollte Kritik sachlich, aber nicht anonym geäußert werden. Die Mauer als Schildbürgerstreich von Bürgermeister Koch zu bezeichnen, sei nicht richtig, da der Marktrat als Gremium diese Maßnahme befürwortete und beschloss.

"Beschämend"

Zweiter Bürgermeister Klaus Hafner meinte zu dem besagten Schild: "Diese Tat spiegelt sicherlich nicht die Meinung und den Charakter der Kürmreuther Bürger wider. Dass aber ein Kriegerdenkmal für diese Form von Meinungsäußerung herhalten muss und dass es auch noch mein Heimatdorf betrifft, beschämt mich sehr. Dieser respektlose Umgang und Missbrauch eines Ehrenmals für die Gefallenen des 1. und 2. Weltkrieges zu solch einem Zweck, kann nicht akzeptiert werden."
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