Schilderwald lichten

Die neue Wertstoffinsel in der Brenner-Schäffer-Straße werde von Dauerparkern versperrt, beklagen Anwohner. Bei einem Rundgang durch die Innenstadt beschäftigte sich die SPD-Stadtmitte mit nötigen und unnötigen Verkehrszeichen und Markierungen. Bild: Dobmeier

Manche Verkehrszeichen überholen sich. Die SPD Stadtmitte nahm bei einem Rundgang mit dem Leiter der Verkehrsbehörde, Markus Dippold, überflüssige Schilder ins Visier.

Weiden. (rdo) Die Tour begann am Hotel "Admira": An der abgesenkten Bordsteinkante könnten Rollstuhlfahrer und Senioren mit Geh-Hilfe queren, wenn dort nicht Autos geparkt wären. Hier könnte einen Zickzack-Markierung Abhilfe schaffen. An der Brenner-Schäffer-Straße nördlich der IHK kritisierte eine Anliegerin das Zuparken im verkehrsberuhigten Bereich, vor allem während Kursen. Auch bei der Einfahrt an der Ecke des Gewässers an der Max-Reger-Halle parken die Autos zu weit an der Kreuzung. Dippold regte die Verlängerung der durchgängigen Mittelmarkierung an.

Bei der neugeschaffenen Wertstoffinsel in der Brenner-Schäffer-Straße gegenüber dem Netto-Getränke-Markt stehen immer wieder Autos als Dauerparker im eingeschränkten Halteverbot. Dort dürfe man eigentlich nur zum Entsorgen der Wertstoffe halten. Zudem widerspricht ein aufgemalter Richtungspfeil dem Parken in diesem Bereich. Er müsste entfernt werden. Fußgänger, die von der Hochstraße in die Brenner-Schäffer-Straße gehen, sollten den schmalen Gehweg, den häufig Autos "schneiden", mit Vorsicht beschreiten. Eine bauliche Veränderung gestalte sich hier schwierig, sagte Dippold.

In der Herrmann-Straße gilt das absolute Halteverbot gegenüber dem neuen Wohnblock der ehemaligen Deutschen Bank von 6 bis 19 Uhr, damit der fließende (Bus-)Verkehr in die "Allee" einbiegen kann. Anwohner beobachten hier häufiges Fehlparken. Die neue Querungshilfe am Augustinus-Gymnasium entstand auf Wunsch des Elternbeirates. Wenn sie angenommen wird, könnte man über eine abgesenkte Bordsteinkante (Kosten 10 000 Euro) reden. Ein angeregter Spiegel von der Einmündung der Erhardtstraße am Gerichtsgebäude in die Sebastianstraße wurde abgelehnt: Er könnte tückische Folgen haben, da sich die Autofahrer zu sehr auf den Spiegel fixieren würden. Diese Stelle sei bisher kein Unfallschwerpunkt.

Markus Dippold wies darauf hin, dass Bürger nicht mehr relevante Verkehrszeichen gern an die Verkehrsbehörde melden dürfen, um den Schilderwald in der Stadt auszudünnen.
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