Schluss mit der Tiefstapelei
Angemerkt

Unterirdisch findet mancher die Idee, und das kommt ja nicht von ungefähr: Die Autos am Issy-Platz sollen sich unter die Erde verkrümeln, damit sie den Fußgängern nicht mehr in die Quere kommen. Passanten oben, Blechstinker unten - ein Sinnbild für den neuen Stellenwert der Weidener Fußgängerzone. Viel tiefer könnte der Autoverkehr in der Innenstadt nicht sinken. Dumm nur, dass so ein Tunnel ein weiteres schwarzes Loch in den Stadtsäckel reißen würde. Die "Unterquerung" ist wohl kein Durchbruch am "Anker", sondern: eine Luftnummer.

Apropos. Das Problem wäre keins, wenn Automobilhersteller und Verkehrsexperten in ihrer Kindheit mit ähnlicher Begeisterung ferngesehen hätten wie die Erfinder von Handys. Mit letzteren kommunizierten ja schon Captain Kirk und Mister Spock. In den 60er Jahren! Die Serienreife von Scottys Beamstrahl dagegen ist noch fern. Helfen würden im konkreten Fall aber auch schon Luftautos, die bei den Jetsons und anderen uralten Science-Fiction-Serien über die Dächer flitzten.

Was die jüngsten Diskussionen angeht, könnte Weiden damit sogar gleich mehrere Flieger, pardon: Fliegen mit einer Klappe schlagen. Der Issy-Platz wäre endlich autofrei. Die Feuerwehr bräuchte sich beim Anflug zu einem Brand nicht um zugeparkte Gassen scheren. Und am Flugplatz Latsch würde Hoch-Betrieb herrschen wie im Bienenstock. Höchste Zeit, solche Visionen zu vertiefen.



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