Schmuck- und Herzstück des Orts

Die Dorfgemeinschaft Krondorf wurde beim Landkreiswettbewerb "Dorfgerechte Kapelle" Sieger. Dieses Ereignis und das 60-jährige Mesnerdienstjubiläum von Barbara Amann senior wurden gefeiert. Im Bild Kassier Helmut Götz, 2. Bürgermeister Josef Birner, Pfarrvikar Christian Preitschaft, Mesnerin Barbara Amann und Ortssprecher Sepp Biehler (von links).

Nun haben es die Krondorfer schriftlich: Ihre Herz-Jesu-Kapelle siegte beim Wettbewerb "Dorfgerechte Kapelle" und ist damit eines der schönsten Kirchlein im Landkreis. Diese Auszeichnung musste gefeiert werden.

Am Himmelfahrtstag 2007 begingen die Krondorfer im wahrsten Sinne des Wortes ein "Jahrhundertfest". Anlass war der 100. Geburtstag ihrer Herz-Jesu-Kapelle - das Schmuck- und Herzstück des Dorfs. Im Jahr 2000 hatte man das Kirchlein innen und außen mit viel Eigenleistung komplett renoviert. Damals unterstrich Ortssprecher Sepp Biehler den herausragenden Stellenwert, den das Gotteshaus für die Dorfbewohner hat: "Schönheit ist bekanntlich Geschmacksache, aber unsere Kapelle gehört zu den schönsten im Landkreis." Nun wurde diese Einschätzung bestätigt.

Saat ist aufgegangen

Den Auftakt der Feier machte ein Festgottesdienst, den Pfarrvikar Christian Preitschaft zelebrierte. Danach ging es zum Festabend ins Feuerwehrhaus. Sepp Biehler betonte, dass die gesamte Dorfgemeinschaft stolz auf den Erfolg beim Wettbewerb sein könne. Mit dem Preis sei die Saat aufgegangen, die man gemeinsam vor Jahren gesät habe. Krondorf habe durch eine ganze Reihe von Maßnahmen eine enorme Aufwertung erfahren. Der Festabend solle ein "großes Danke" an die Bewohner sein.

Zu großem Dank sei man auch der Stadt Hirschau verpflichtet. Mit der finanziellen Unterstützung hätten Altbürgermeister Helmut Rösch, Bürgermeister a.D. Hans Drexler und die Stadträte den Grundstein nicht nur die Kapelle gelegt, sondern auch für das Feuerwehrhaus und den Dorfplatz. Dank galt auch der Pfarrei Gebenbach, bei der die Krondorfer Anliegen immer auf offene Ohren gestoßen seien, und vor allem den Dorfbewohnern für das gute Miteinander und die tolle Unterstützung.

"Für Gottes Lohn"

Nun gehe um Erhaltung und Pflege des Geschaffenen, was viel Zeit und ehrenamtliches Engagement erfordern werde, sagte Biehler. Für solch beispielgebendes Engagement über Jahrzehnte hinweg stehe die Kirchenpflegerin und Mesnerin Barbara Amann senior. Sie pflege und reinige die Kapelle seit 60 Jahren. Für unzählige Stunden "für Gottes Lohn" überreichte ihr Pfarrvikar Preitschaft im Namen der Dorfgemeinschaft eine von ihm gestaltete Kerze, Sepp Biehler einen Blumenstrauß und einen 100-Euro-Scheck. Mit einem solchen bedankten sich auch Wolfgang Schöpf und Susanne Lindner von der Pfarrei Gebenbach bei Amann, die die goldene Mesnernadel erhielt.

Lob für Zusammenhalt

2. Bürgermeister Josef Birner gratulierte zu der Auszeichnung. Amanns unentgeltliches Engagement sei beispielgebend. Großes Lob zollte er dem Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft.
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