Schnee weckt Kunden

Kundenfrequenz und Stimmung waren beim Kathrein-Sonntag gut. Mit dem traditionellen Auftakt des Weihnachtsgeschäftes (hier ein Blick auf das Gedränge am Oberen Markt) ist der Weidener Einzelhandel in diesem Jahr überaus zufrieden. Die Geschäftsleute hoffen, dass die Kauflaune auch in den nächsten Wochen anhält. Bild: Wilck

Kathrein bringt Kunden nach Weiden. Die Geschäftsleute sind nach sechs Stunden Hochbetrieb "mehr als zufrieden", meint Martin Stangl vom Einzelhandelsverband. Der nächtliche Schneefall sei ein lauter "Weckruf" gewesen: "Weihnachten kommt. Und das Umland kommt zu uns."

Die Voraussetzungen für einen gelungenen Kathrein-Sonntag waren selten besser. Zwei Grad plus, Sonnenschein, danach ganz leichter Schneegriesel. Schade nur: Die Weihnachtsbeleuchtung bleibt dunkel. Überrascht, dass trotz des Baustellen-Flairs rund um den Macerata-Platz so viele Besucher hereinschneien, ist Buchhändler Stangl. Die Bürger aus dem Umland studieren nebenan die Stadtgalerie-Skizzen, die Fondara am Bauzaun zeigt.

Schon zur Mittagszeit brummte es in den Läden. "Und das hielt bis in den späten Nachmittag", meint Stangl. Auch nebenan bei Schuh Sutor und Jockwer-Mode sind die Mitarbeiter im Dauerstress. "Aber alle Leute sind gut drauf", freut sich Detlef Jockwer. Selbst ganz vorne in der Max-Reger-Straße ist die Frequenz "sehr, sehr gut", bestätigt Apollo-Optik. Hier gilt: "Nicht nur schauen, sondern auch kaufen." Bei Douglas geht jede Sorte von "Duft" wie "geschnitten Brot". Gut läuft's im City-Center - nicht nur in der Drogerie, sondern auch bei Spielwaren, Schuhen und Mode. Davor verkauft Donum Vitae Lebkuchen, Glühwein und "Zauberäpfel". Übrigens: Herzhaftes, Süßes und Heißes ist überall gefragt.

Als prächtigen Start ins Weihnachtsgeschäft werten Markus Meiler (K+L Ruppert) sowie Klaus Neumeier (Wöhrl) den Kathrein-Sonntag. "Wir waren von der ersten Minute an sehr zufrieden", betont Neumeier. "Das Wetter spielt uns in die Karten." Entscheidend seien jedoch die nächsten Wochen. "Ein Super-Tag", ist im "pure men" zu hören.

Die Marktkaufleute an den Ständen indes klagen - je näher sie zum Unteren Tor stehen, umso lauter. "Im letzten Jahr war's viel besser", meint ein Haushaltswaren-Verkäufer. Seine Gemüseschäler bleiben ebenso liegen wie Pullover, Schals, Tee und Honig bei den Kollegen nebenan.
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