Schneller retten dank Memory-Funktion

Kommandant Sebastian Jasinsky ließ die Geschichte des Fahrzeugkaufs Revue passieren. Die Drehleiter wird nicht nur für Hirschau, sondern für weitere Gemeinden im Umkreis benötigt. Im November 2012 waren sich die ehemaligen Kommandanten Konrad Meyer (Hirschau) und Michael Schmidt (Auerbach) einig, dass ihre beiden Wehren jeweils eine neue Drehleiter bräuchten und durch eine Doppelbeschaffung Geld zu sparen sei.

Nachdem der Stadtrat grünes Licht gegeben hatte, ließ man Vorführfahrzeuge nach Hirschau kommen. Im Juli 2014 erhielt die Firma Metz (Karlsruhe) für die Drehleiter DLK L32 A-XS den Zuschlag. Samt Beladung kostete sie 580 963 Euro. Die Regierung der Oberpfalz gab wegen der Kooperation mit Auerbach einen um zehn Prozent auf 211 750 Euro erhöhten Zuschuss. Der Landkreis gewährte 74 112 Euro. Die Stadt übernahm den Rest von 295 101 Euro. Im Februar brachte man nach einer zweitägigen Schulung vor Ort das Fahrzeug nach Hirschau.

Die neue Drehleiter besitzt viele Funktionen, die die alte nicht hatte. Nun kann man zum Beispiel einen Teil des Leiterparks abknicken, um in engen Gassen besser "anzuleitern". Der Rettungskorb ist nun mit vier Personen zu besetzen - vorher waren es nur zwei. Ein Krankentragegestell, das für Personen bis zu 150 Kilo ausgelegt ist, kann montiert werden. Das Fahrzeug bietet Memory-Funktionen für etwa eine Personenrettung am Hochhaus: Per Knopfdruck fährt es den Rettungsweg mehrmals selbstständig ab. Der Rettungskorb ist mit einer Selbstschutz-Sprüheinrichtung gesichert. Mit den Kameras am Leiterpark und im Korb sind die Einsatzkräfte gut zu beobachten.

Der Kommandant stellte fest, dass der Fahrzeugpark der Wehr weiterer Erneuerungen bedarf. Besonders das 31 Jahre alte LF 16 müsste dringend durch ein HLF 20 ersetzt werden. (u)
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