"Schönheit der Musik"

Mehr als 80 Mitwirkende des Förderkreises für Kirchenmusik brachten in St. Josef das Kirchenkonzert "Cantate Domino" zu Gehör. Die rund 350 Zuhörer zeigten sich hingerissen von den überzeugenden stimmlichen und instrumentalen Ausführungen. Bild: Dobmeier

Eine kirchenmusikalische Reise von Barock über Klassik bis zur Moderne. Die Schönheit der Musik zelebrierte das Kirchenkonzert "Cantate Domino" in St. Josef.

Der Aufwand war gewaltig: Mehr als 80 Mitwirkende des Förderkreises für Kirchenmusik der Pfarrei St. Josef gestalteten das Kirchenkonzert "Cantate Domino". Der Name rührt aus der Konzertreihe von Dieterich Buxtehude her, der als Komponist von Kantaten und als virtuoser Organist bekannt war.

"Es gibt allen Grund zu singen, Dank und Lob für die Schönheit der Musik dem Herrn zu sagen. Lassen wir uns mitnehmen und selbst einstimmen in das Lob Gottes", sagte Stadtpfarrer Markus Schmid. In der St.-Josef-Kirche hieß er die Sänger und Instrumentalisten unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Luis Denz sowie die 350 Zuhörer willkommen.

Gleich zu Beginn hatten die Solisten Sabine Lahm (Sopran), Anika Ram (Mezzosopran), Florian Neubauer (Tenor) und Frank J. Hennig (Bass) ihren großen Auftritt beim "Cantate Domino" von Dieterich Buxtehude, der fast 30 Jahre als Organist in der Hansestadt Lübeck gewirkt hatte. Die Kantate zeichnet sich durch heiter-charmanten und lieblich-eleganten Ausdruckscharakter aus. Stefan Schultes begleitete souverän an der Orgel.

Von der Empore brachten der Chor "Nova Cantica" und der Kirchenchor St. Josef das Kirchenschiff zum erklingen. Mit Heinrich Ernst Grimms "Magnificat" boten sie ein Stück der Moderne: "Meine Seele preist die Größe des Herrn". Es entstand als Auftragskomposition zum 950. Weihejubiläum des Doms zu Speyer, wo auch die Uraufführung am 9. Oktober 2011 stattfand. Stadtpfarrer Schmid las zwischen den musikalischen Werken die Texte "Magnificat" und "Te Deum" vor.

Als klassische Aufführung brachten alle Mitwirkenden die Mozart-Messe "Missa brevis F-Dur" aus dem 18. Lebensjahr des Meisters zu Gehör, die er für die Domkirche Salzburg komponiert hatte. Auf das Schaffen des jungen Künstlers war dies von glücklichstem Einfluss, da er sich früh an knappe Form mit wenigen Mitteln gewöhnen musste. Dadurch ist Mozart der unerreichte Meister des sogenannten "Kammerkirchenstils" geworden. Die F-Messe gilt als eine der schönsten, aber auch der schwierigsten. Diese Herausforderung meisterten alle Mitwirkenden mit beeindruckender stimmlicher Harmonie und Hingabe.

Kraftvoll und trotzdem differenziert gestalteten Chor, Orchester und Solisten zum Ende des Konzertes das "Te Deum", ein Werk des jüngsten Bachsohnes, Johann Christian Bach, stets im Einklang mit dem Dirigenten Luis Denz wurde der Lobpreis Gottes hör- und spürbar. Die Zuschauer bedankten sich mit einem großen Schlussapplaus für das abwechslungsreiche Kirchenkonzert mit instrumental und gesanglich ausgearbeiteten Höhepunkten. Die Gesamtleitung hatte Kirchenmusikdirektor Luis Denz inne.
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