Schreinerverein abgesägt

Mit großer Mehrheit nahmen die Delegierten der Vereine bei der Jahreshauptversammlung des Heimatrings am Dienstag den Förderverein St. Sebastian in ihren Kreis auf. Der Schreinerfachverein wurde mit wenigen Gegenstimmen ausgeschlossen. Der Grund: wiederholtes Fehlen bei den Versammlungen trotz Mahnungen.

(hcz) Die Teilnahme ist aber - wie beim Stadtverband für Leibesübungen - Pflicht, auch, um in den Genuss der Zuschüsse aus dem Kulturfonds der Stadt zu kommen. Die Zahl der Vereine, die dem Dachverband Heimatring angehören, bleibt damit bei 72. Die Mitgliederzahl sei seit vergangenem Jahr um 163 auf 26 337 gesunken, berichtete Vorsitzender Günther Magerl.

Seltmann-Zuschuss fehlt

Er zeigte weiter die Aktivitäten der Kultur- und Brauchtumspflege 2015 auf. Mit zahlreichen interessanten Vorträgen, Festveranstaltungen und Oberpfälzer Brauchtum habe man sich ins Leben der Stadt eingebracht. Allerdings habe dies Geld gekostet, legte Schatzmeisterin Rita Dineiger dar. Ein Loch von knapp 1300 Euro klaffe heuer in der Kasse. Magerl erklärte das Minus durch zu geringe Einnahmen beim Maibaum-Aufbau ("da sind wir gerade noch mit einem blauen Auge davon gekommen"), der Anschaffung neuer Motive am Baum und dem schmerzlichen Fehlen des Zuschusses der Maria-Seltmann-Stiftung.

Magerl, der den Heimatring seit 15 Jahren führt, beklagte die "Schaufenster-Reden der Verantwortlichen ab Landesebene aufwärts", wenn es um freiwillige Leistungen gehe. Er warnte davor, bestehende Ehrenamtsstrukturen zu zerschlagen und am falschen Ende zu sparen. Bürgermeister Lothar Höher überbrachte neben den Grüßen des Oberbürgermeisters die Grüße von acht anwesenden Stadtratskollegen. Dies zeige die Wertschätzung, die man den Vereinen entgegenbringe. Dem Heimatring versprach er für das nächste Jahr die Spende eines neuen Maibaums. Der alte war als Brennholz für das Eisenbahnmuseum zersägt worden. Narrhalla-Präsident Gerhard Ertl stellte den Faschingskalender für die kommende Session mit den Terminen für die Veranstaltungen vor. Am 28. November von 10 bis 16 Uhr gibt es noch einmal einen Verkauf von Faschingskostümen aus dem Fundus der Narrhalla im Jugendzentrum. Am kommenden Samstag findet die Proklamation, am 9. Januar die Inthronisation des neuen Prinzenpaares statt.

Urkunden für Treue

Petra Vorsatz wies auf eine Sonderausstellung im Stadtmuseum über "NS-Gewaltherrschaft am Beispiel der Stadt Weiden" hin. Diese wird am 22. November um 11 Uhr eröffnet. Außerdem kündigte die Stadtarchivarin die Vorstellung des neuen Bands der "Oberpfälzer Heimat" an. Diese erfolgt am 23. November um 19 Uhr in der "Almhütte". Stadtheimatpfleger Günter Alois Stadler lud zur Herbstlesung des Arbeitskreises Mundart am 20. November um 19:30 Uhr im Alten Schulhaus ein.

Mit der Ehrennadel des Heimatrings in Gold wurden Gunda Heuberger, Alois Lukas, Elfi Magerl, Martha Schwägerl und Günter Alois Stadler ausgezeichnet. Die Nadel in Silber bekamen Karin Dittrich, Gerhard Ertl, Herbert Hanauer, Gabi Laurich, Walter Markl und Dr. Sebastian Schott. Treue-Urkunden für langjährige Mitgliedschaft erhielten die Vertreter der Landsmannschaft der Ost- und Westpreußen, des OWV Zweigvereins Weiden, des Bundes der Vertriebenen, der Kameradschaft Technische Truppen und der "Eghalanda Gmoi". Letztere Gemeinschaft hatte in den letzten 25 Jahren kein einziges Mal bei den Versammlungen des Heimatrings gefehlt.
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