Schüler gewürgt

Jetzt soll er auch noch einen Gleichaltrigen gewürgt haben. Das berichtet die Polizei über einen Zwölfjährigen. Der Junge hat schon einiges auf dem Kerbholz.

Am Donnerstag war das Maß für den Vater eines Zwölfjährigen voll. Weil sein Sohn am Vormittag von einem Mitschüler - ebenfalls zwölf Jahre alt - gewürgt worden sei, erstattetete der Mann Anzeige. Wie Hauptkommissar Karl Gaach im Polizeibericht schreibt, war das "nicht der erste Übergriff" des vermeintlichen Täters auf den Sohn.

So wie es auch nicht das erste Mal war, dass der Zwölfjährigen die Beamten beschäftigte. Im Gegenteil: Er "fällt bereits seit der zweiten Klasse immer wieder durch Gewalttätigkeiten auf. Mittlerweile weist sein Konto bereits vier Körperverletzungen und eine Beleidigung auf". Trotzdem: Strafrechtliche Konsequenzen drohen ihm nicht. Er zählt noch als Kind und ist damit strafunmündig. Für Gaach ist der Vorfall Anlass, generell auf Gewalt an Schulen hinzuweisen. Das Thema werde meist totgeschwiegen, obwohl immer wieder etwas passiere. Das illustriere auch der Fall eines Beamten, dem Lehrer vor zwei Jahren an einer Schule eine Schachtel mit konfiszierten gefährlichen Utensilien ausgehändigt hätten. Darunter auch eine Schreckschusspistole, die eine Mutter ihrem Sohn zur Selbstverteidigung gegeben habe. Gleichzeitig betont Gaach: "Diese Thematik ist sicherlich nicht ein Problem der Schule an sich, sondern wird von bestimmten, wenigen Schülern in die Schulen getragen."
Weitere Beiträge zu den Themen: April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.