Schuhplattler stehen Kopf

Da war selbst die Kleidung stimmig: Mit Fidel, Quetschn, Dudelsack, Teufelsgeige und Kontrabass unterhielt die "Svejk Band" aus Pilsen das Publikum.

Zum echten "Musikantenstadl" fehlten nur noch Andy Borgs Nachfolger-Duo und Strohballen. Das typische Bier war ja da, mit Brezen und Schinkenhörnchen. Gambrinus hatte vorgesorgt. Der Max-Reger-Park am Sonntag: ein einziges Unterhaltungsprogramm.

Weiden. (zpe) Weit über tausend Besucher feierten die "Serenade der Volksmusik". Organisatorin Sigrid Schneider hatte sich als fesches Dirndl herausgeputzt. Bürgermeister Lothar Höher moderierte die tolle Veranstaltung. Nicht nur für die Besucher im Park, sondern für noch mehr Fernsehzuschauer auf OTV.

Wer mag, kann's nochmal sehen. Denn alles, was die Gruppen zeigten, kann beim "Volksmusikstammtisch" im August und September in drei Teilen im Oberpfälzer Lokalfernsehen bestaunt werden. Und weil's so schön war, begann die Fete schon eine Viertelstunde früher als sonst. Und zwar mit einem Festzug vom Alten Rathaus zum Park.

Den Marsch blies das "Bayerisch Blech", eine Bläserformation, die dann auch mit einem Zwiefachen den Nachmittag eröffnete. Aus Pilsen angereist war die "Svejk Band" mit Fidel, Quetschn, Dudelsack, Teufelsgeige und Kontrabass und entsprechendem Outfit. Die "Mittelberger Musikanten" erzählten Witze, sangen vom "Dämmerschoppen" und hatten einen gehörigen "Rausch im G'sicht".

Auch das Auge wurde verwöhnt. Schneidige Burschen mit strammen Wadeln und feschen Madln waren aus Luhe angereist. Ein Landler folgte auf den anderen. Auch Alpenrock. Ja, "brenna tuats guat". Markant: "Der Neidaffer Plattlclub" mit seinen Ringeltänzen. Das war unmittelbares, bayerisches Brauchtum. Vor allem die Mannsbilder zeigten gebärdenreiche Figuren, patschten mit den Händen und plattelten, dass es eine wahre Pracht war.
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