Schule in gewünschter Form

Schüler und Lehrer präsentierten beim Tag der offenen Türe an der neuen FOS8BOS auch die moderne Fräsmaschine. Bild: Kunz

Die neue FOS/BOS am Hetzenrichter Weg öffnete am Wochenende für die Bevölkerung die Türen. Dabei erfuhren sie, dass die Räume nicht nur die 80 Lehrer und 983 Schüler nutzen, sondern auch noch 20 andere Personen.

"Mir ist wichtig, dass die Bevölkerung, vor allem alle Weidener, die ja auch die Kosten für die Schule zu tragen haben, sich einen Eindruck davon machen können, wie schön das Gebäude geworden ist", sagte Oberstudiendirektor Emil Gruber am Samstag beim Tag der offenen Tür an der neuen FOS/BOS. Die lichtdurchflutete und modern ausgestattete Schule wirke regelrecht wie ein Magnet. "Die Resonanz ist bisher zu 100 Prozent positiv."

Der Schulbetrieb am Hetzenrichter Weg läuft für die 983 Schüler und 80 Lehrkräfte seit dem ersten Schultag des neuen Schuljahres. Der Umzug begann am 10. August und dauerte bis zum Ferienende. Neu sind 20 Telekollegiaten, die früher an den Wochenenden an der Wirtschaftsschule unterrichtet wurden. "Das war der Wunsch des Ministeriums. Ich denke, dass das Telekolleg jetzt an der richtigen Stelle angesiedelt ist, weil wir auch diese Lerninhalte vermitteln", erklärte Gruber.

Am Samstag ging es vor allem darum, der Bevölkerung einen Eindruck vom Innenleben der Schule zu vermitteln. Gleichzeitig bot die FOS/BOS auch Informationsvorträge an. Dabei erklärten die Lehrer, was zu beachten sei, wenn Schüler in die FOS oder BOS übertreten wollen. In den Bereichen Physik, Chemie, Informatik, Kunst und Technik boten Präsentationen einen Einblick in den Schulbetrieb. Und in der Cafeteria verkaufte das Team an die Besucher vielfältige Snacks und Getränke.

An der Fachoberschule kann die Fachhochschulreife nach wie vor innerhalb von zwei Jahren erworben werden. Voraussetzung sei die Mittlere Reife, betonte der Schulleiter. Wer weitermachen wolle, hänge ein Jahr an und könne die Allgemeine Hochschulreife erzielen, wie am Gymnasium.

Für den Besuch der Berufsoberschule sei eine abgeschlossene Berufsausbildung Voraussetzung. Der Weg zum Fachabitur dauere ein Jahr. Und auch hier sei der Weg offen zum Allgemeinen Abitur. Der Unterschied zwischen beiden Schularten beruhe auf der Fachpraxis, die Fachoberschüler erst erwerben müssten, Berufsoberschüler aber schon in der Tasche hätten. Die Anmeldung für das neue Schuljahr ist vom 23. Februar bis zum 6. März.

Stellvertretende Schulleiterin, Studiendirektorin Gabriele Dill, unterstrich die internationale Ausrichtung der Schule. Das Comenius-Projekt laufe über zwei Jahre mit zehn Partnerländern. "Wir haben einen Austausch mit den USA, Israel und Italien. Wir können den Schülern neben den vielen Neigungsgruppen auch viele internationale Erfahrungen bieten", sagte Dill. Besonders hoben die Lehrer hervor, dass das komplette Schulgebäude behindertengerecht ausgebaut sei.
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