Schulen

"Ellys" experimentieren

Bleistiftspitzer dürfen in keinem Federmäppchen fehlen. Es gibt sie in unterschiedlichen Designs, Ausführungen und Materialien. Dass man mit Metallspitzern, die aus einem Magnesiumgehäuse mit Eisenklinge bestehen, aber auch hervorragend chemisch experimentieren kann, dürfte selbst die 29 Schülerinnen des Elly-Heuss-Gymnasiums überrascht haben, die an der zweiten Runde des Landeswettbewerbs "Experimente antworten" teilnahmen.

17 Schülerinnen experimentierten mit ihren Spitzern so überzeugend, dass sie einen ersten Platz zugesprochen bekamen: Nina Artmann, Lara Goschler, Nina Hautmann, Johanna Höfer, Anna Kneidl, Verena Messer (5. Klassen); Gloria Bäumler, Vanessa Münchmeier, Julia Walberer, Talina Winter, Sabrina Scharnagl, Katja Treml, Laura Enzmann, Vanessa Rödl, Elena Scharl (6. Klassen) sowie Anja Noack und Leni Schnappauf (8. Klasse). Zwölf weitere Mädchen der Unterstufe konnten sich über zweite Plätze freuen. Bei der Siegerehrung durch Oberstudiendirektor Schwemmer und Studiendirektor Gleixner erhielten alle Jungforscherinnen neben Urkunden auch noch kleine Sachpreise.

50 Euro für die Kinokarte

1960 kostete eine Kinokarte etwa 60 Cent (umgerechnet auf Euro). Heute liegt der Eintrittspreis für eine Karte bei acht Euro, inflationsberücksichtigt steigt der Preis bis zum Jahr 2060 weiter auf etwa 50 Euro. Dieser große Preisanstieg beschäftigte die Schülerinnen des Elly-Heuss-Gymnasiums im Zuge eines Projekts zur inflationsbedingten Preisentwicklung. Seit Januar widmeten sich die Profilstunden des wirtschaftlichen Zweiges der 10. Klassen ohne Notendruck den Themen Geld. Zur Sprache kamen in 30 Unterrichtseinheiten neutrales Geldwissen, Geldwertentwicklung, Zinseszinseffekt und vor allem Finanzierungsalternativen für den Konsum und Autokauf, die Finanzierung eines Studiums sowie die Schuldenfalle.

Geldlehrer Grischa Schulz vom Verein "Geldlehrer e. V." und Jessica Schieder von der Sparkasse Oberpfalz Nord gaben den Input zu den Themen. Zur Unterrichtsstunde "Altersvorsorge" kamen der Vorsitzende des Vorstandes der Sparkasse Oberpfalz Nord, Ludwig Zitzmann, und Vorstandsmitglied Hans-Jörg Schön in die Klasse.

"Mit diesem Thema ist man in der Welt der Finanzen praxisnah angekommen", sagte Zitzmann. Angesichts der 4,5 Prozent angenommen Zinsen, die das Sparbuch nicht hergebe, kämen Alternativangebot wie Aktien langfristig für die junge Generation ins Spiel. "Wie können wir uns die Renten zukünftig leisten?", fragte Schulleiter Anton Schwemmer angesichts einer immer älteren Gesellschaft. In der Diskussion erkannten die Schülerinnen als Alternativen, noch länger - bis 77 Jahre - zu arbeiten. Zuverdienst im Alter stelle auch eine Möglichkeit dar, um den Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Einige wollten den Gürtel enger schnallen. "Oder wir müssen mehr Kinder kriegen", war eine zielführende Aussage, der ein Raunen durch das Klassenzimmer folgte. (rdo)

Italienische Austauschschüler

Die ersten Freundschaften, die bereits im Februar beim Besuch der "Kepler"-Schüler in Italien geschlossen wurden, konnten jetzt die 22 Schüler des Liceo Pico aus Mirandola beim Gegenbesuch in Weiden vertiefen. Dies galt in gleicher Weise auch für das Team der Lehrerinnen Emma Giurlani und Emanuela Zibordi aus Mirandola sowie von Ursula Bock und Markus Koller aus dem Kepler-Gymnasium. Gemeinsam verbrachten die italienischen Jugendlichen mit ihren Austauschpartnern neun Tage mit vielen Erlebnissen und neuen, interessanten Informationen.

Nach einem Wochenende in den Gastfamilien erlebten die italienischen Gäste zunächst die Stadt Weiden unter kundiger Führung von Veit Wagner und verschafften sich dabei von der Spitze des Turms der Kirche St. Michael einen guten Überblick über die Stadt. Nachdenklich stimmte der Besuch der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Flossenbürg. Ein wesentliches Merkmal des Schüleraustausches des Kepler-Gymnasiums mit dem Liceo Pico aus Mirandola ist die gemeinsame Arbeit in der Schule. Und so stand auch diesmal ein neues "e-twinning"-Projekt im Mittelpunkt, nämlich die Auseinandersetzung mit den Traditionen der beiden Regionen Oberpfalz und Emilia Romagna mit der Erkenntnis, dass es viele Gemeinsamkeiten gibt.
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