Schulen

"Keplerianer" zu Gast in der Weidener Synagoge. Bild: hfz
Lese-Medaille selbst gebastelt

"Das ist ein prima Fest zum Schuljahresende", meinte Louis aus der Klasse 1a. Die Hans-Schelter-Schule hat kurz vor den Ferien mit den beiden ersten Klassen ein Buchstaben-Fest gefeiert. Den Schülern machte es riesigen Spaß. Sie durften in Gruppen mit einem Laufzettel sieben verschiedene Spiele absolvieren. Dabei hatten die Klasslehrerinnen Christine Heil und Petra Kost ein Spiel mit Buchstaben in Figuren versteckt, in der Turnhalle sollten die Kinder Bilder mit Buchstabenreihen und die Anfangsbuchstaben suchen und in der Druckwerkstatt mit Stempeln Wörter bilden. Wer all die Aufgaben erfüllte, erhielt eine selbstgemalte Medaille umgehängt. Darauf stand: "Ich kann lesen." (kzr)

Musik liegt in der Luft

Klassenübergreifend durften die Kinder der Albert-Schweitzer-Grundschule bei zwei Projekttagen verschiedene Instrumente praktisch ausprobieren, wie Klavier, Oboe, Quer- und Blockflöte. Lehrerin und Projektorganisatorin Nadine Hagelstein berichtete, dass viele Kollegen selbst Instrumente beherrschen, um die Kinder im Unterricht zu fördern. Zu den weiteren Aktionen gehörten Wassermusik, ein Glockenspiel-Orchester sowie Zumba in der Turnhalle. Als externer Unterstützer fungierte die Franz-Grothe-Musikschule. In wechselndem Einzelunterricht waren die Kinder beispielsweise bei den Musiklehrerinnen Cornelia Kick und Heike Hübner, die den Kindern die Flötenfamilie vorstellte. Höhepunkt war ein gemeinsames Konzert, bei dem alle Beteiligten musikalisch groß herauskamen. Für nächstes Jahr ist Musikunterricht durch die städtische Musikschule in der Albert-Schweitzer-Schule angedacht. (rdo)

Besuch in der Synagoge

Im Zuge des katholischen Religionsunterrichtes besuchten Schüler der 9. Klasse des Kepler-Gymnasiums mit ihren Lehrkräften Claudia Talbot und Carolin Vogl die Synagoge in Weiden. Werner Friedmann hielt viele interessante Informationen zur Entstehung und Geschichte dieses Bauwerks parat. Die Schüler erfuhren, dass bereits im 12. Jahrhundert die ersten Juden nach Weiden gekommen waren, doch erst im 16. Jahrhundert war eine größere Gruppe von 60 Juden in der Judengasse nachzuweisen. Per Regierungsbeschluss entstand im 18. Jahrhundert die erste jüdische Gemeinde in Floß mit einem eigenen Rathaus, einem Friedhof und einer Schule. Die Abgaben für dieses Privileg waren jedoch vielen jüdischen Bürgern im Laufe der Zeit zu hoch, deshalb zogen sie nach und nach wieder nach Weiden.

Vor der Reichspogromnacht 1938 umfasste die jüdische Gemeinde Weiden rund 200 Mitglieder. Doch die Verfolgung durch die Nationalsozialisten vernichtete diese Gemeinschaft. Ihrer Lage verdankte die Synagoge ihren Erhalt - sie hätte nicht ohne Schäden für die Nachbargebäude zerstört werden können. Nach dem Krieg bot die Synagoge den jüdischen Flüchtlingen, die den Holocaust überlebt hatten, die Möglichkeit zu Versammlung und Gebet. In den letzten Jahrzehnten konnte sich in Weiden wieder eine große und aktive jüdische Gemeinde etablieren, die derzeit 290 Mitglieder zählt. Friedmann informierte auch über den jüdischen Glauben und bedeutende Festtage.
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