Schulen

Ein Theater im Wald

Wer kennt Pimpernella Pumpelsack? Sie lebt im Wald, und man kann sie normalerweise nicht sehen. Die Kinder der ersten Klassen der Albert-Schweitzer-Schule hatten nun ein Walderlebnis der besonderen Art mit ihr. Nur wenn das magische Tor geöffnet ist, zeigt sie sich und sie freute sich sehr über den Besuch von fast 60 Kindern. Sie brachte den Besuchern bei, wie man Mutsteine findet und hören kann, was sie sagen. Sie erzählte von Bäumen und Waldwesen, machte mit den Gästen "Waldmusik" und hatte für jeden ein offenes Ohr. Zwei Stunden lang dauerte dieser besondere Waldtheater-Projekttag.

Am nächsten Tag waren die Schüler der zweiten Klassen dran. Sie besuchten nicht Pimpernella, sondern Petra im Wald. Petra heißt eigentlich Petra Wurdack und kommt von der Mobilen Kinder-Kreativ-Werkstatt "Urkind" in Fischen am Ammersee. Die Kinder durften als Darsteller einstudieren, wie man Gefühle ausdrücken kann, wie man cool, schüchtern, wütend, traurig oder glücklich rüberkommt. Sie lernten, was ein Kummerloch ist und wie man dabei seine Probleme den Bäumen anvertrauen kann, und sie dachten sich selbst kleine Theaterstücke aus. Das klappte: So mancher Profi wäre von den Darstellungen der Kinder begeistert gewesen. (rdo)

Auf den Spuren der Römer

Antike "erfahrbar" machen - unter diesem Motto standen die beiden Exkursionen der Fachschaft Latein für eine Vielzahl von Lateinschülern des Kepler-Gymnasiums. So erkundeten circa 140 Sechst- und Siebtklässler das "römische Regensburg". In der Römerabteilung des Historischen Museums erlebte ein Teil von ihnen Geschichte zum Anfassen: So konnten die Kinder im Rahmen einer interaktiven Führung in alle Bereiche des römischen Alltagslebens eintauchen und dabei beispielsweise in die Rolle eines Sklaven, einer römischen Ehefrau oder eines vornehmen Römers schlüpfen.

Bei der Stadführung entlang der Überreste des römischen Legionslagers "Castra Regina", dem Grundstein des heutigen Regensburg, entdeckte der andere Teil unter anderem sogar alte, in Steine eingeritzte Mühlespiele aus der Römerzeit. Neben all den kulturellen Eindrücken durften sich alle auch sportlich betätigen: Sie ruderten mit dem nachgebauten Römerschiff "Navis lusoria" auf der Naab bei Mariaort und konnten bei einem "Wettrudern" unter Anleitung von Althistorikern der Universität Regensburg ihren Siegeswillen unter Beweis stellen. An Land erfuhren sie schließlich alles Wissenswerte rund um das Leben und die Ausrüstung eines römischen Legionärs.

Ein Großteil der Lateinschüler der 9. Jahrgangsstufe wandelte hingegen auf den Spuren des Limes, des berühmten römischen Grenzwalls: Sie besuchten das erst 2012 eröffnete Limesmuseum bei Ruffenhofen im Landkreis Ansbach. Es beschäftigt sich vor allem mit dem Alltagsleben der dort zur Grenzsicherung stationierten Soldaten und zeugt davon, wie sich bereits damals Kulturen gewinnbringend vermischten.

Schülerakademie in Bamberg

Es war eine besondere Abschlussfahrt am Schuljahresende: Die Kurse der Weidener Schülerakademie widmeten sich einen Tag lang der Weltkulturerbestadt Bamberg. Die über 50 Teilnehmer hatten im vergangenen Jahr mindestens einen der Kurse der Akademie besucht und sich regelmäßig in ihrer Freizeit mit sprachlich-literarischen, naturwissenschaftlichen, künstlerischen, philosophischen oder historischen Themen auseinandergesetzt.

Das von den Kursleitern konzipierte Programm der Fahrt brachte den jungen Leuten das "Fränkische Rom" nahe. Die überaus reizvolle Bamberger Altstadt mit einer Reihe von geschichtsträchtigen Gebäuden und stadtgeschichtlich interessanten Straßenzügen bot dann auch genügend Lehr- und Anschauungsstoff. Zum Programm gehörte weiter eine Führung im Dom.

Die Akademiekurse sind von der Dienststelle des Ministerialbeauftragten für die Oberpfalz am Elly-Heuss-Gymnasium angesiedelt. Sie bieten vielseitig interessierten und talentierten jungen Gymnasiasten in der nördlichen Oberpfalz zusätzliche Bildungschancen. Ab sofort können sich Interessenten aus den Gymnasien in Weiden, Neustadt, Eschenbach und Tirschenreuth ab der Jahrgangsstufe 9 über ihre Schulleitungen für die nächsten Kurse anmelden. Neu im Programm ist z. B. der Kurs "Interkulturell kommunizieren". Er führt in jeweilige Besonderheiten der modernen Fremdsprachen ein. Neu ist ebenfalls der Kurs "Debating Society". Er lehrt und trainiert anhand aktueller Themen die Debattierkultur in englischer Sprache. Wieder aufgenommen wird der Philosophiekurs mit den Schwerpunktfragen "Was ist Wahrheit?". Er greift aber auch Fragestellungen auf, wie sie die Naturwissenschaften zu beantworten versuchen. Kurzbeschreibungen aller Kurse auf der Homepage des Elly-Heuss-Gymnasiums unter www.ehg-wen.de.

Wettbewerb der Verkäufer

Das gibt es schon seit zehn Jahren an der Europa-Berufsschule: Immer zum Schuljahresende steht der Juniorverkäuferwettbewerb im Fachbereich Wirtschaft, Abteilung Handel, an. Es ist der Höhepunkt des Unterrichts im Fach "Kundenorientiertes Verkaufen" für die Verkäufer- und Einzelhandelskaufleute. Nachdem sich die Kandidaten während des Schuljahres im Fachunterricht bereits innerhalb ihrer Klassen als beste Nachwuchsverkäufer durchgesetzt hatten, traten die Klassenbesten nun im Finale gegeneinander an.

Auch hier mussten die Schüler wieder ein vollständiges Verkaufsgespräch in einem Rollenspiel simulieren und ihr Fachwissen zu den einzelnen Phasen eines Verkaufsgesprächs anwenden. Zwölf Teilnehmer schafften es ins Finale, so viel wie noch nie und daher ein Zeichen für ihre Leistungsbereitschaft und den Ehrgeiz. Allerdings konnte es am Ende nur einen Gewinner bzw. in diesem Fall eine Gewinnerin geben, die die Jury, zusammengesetzt aus den Lehrkräften des Fachs "Kundenorientiertes Verkaufen", am besten überzeugte. Die Rede ist von Janina Wörle aus der Klasse WEH 10 B (Ausbildungsbetrieb Firma Gruhle).

Ein großer Dank der Schule ging in diesem Zusammenhang auch an den Wirtschaftsclub Nordoberpfalz, der die Veranstaltung unterstützte. Die Siegerurkunde überreichte Abteilungsleiter Achim Neupert. Ebenfalls Urkunden erhielten Katja Fröhlich (Schuhhaus Weiss), Anna Reitinger (Telekom Deutschland), Sina Paulus (Küchenstudio Amman), Martin Waldhauser (Reifen Sellmeyr), Theresa Scherm (Sutor), Michelle Seifert (ohne Ausbildungsbetrieb), Sandra Kiontke (Fressnapf), Denise Heinrich (Telekom Deutschland), Rudolf Raiminius-Brünnig (mk-Center), Vincent Wittmann (Dehner Gartencenter & Zoo) und Michael Haid (Media-Markt Weiden).

Übrigens: Wer die Sieger aus den letzten 10 Jahren sehen möchte, ihre Bilder zieren den Gang der Abteilung Handel im 3. Stocks der Berufsschule.
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