Schulen

Birnen bewahren

Lernen und pflanzen: 20 einheimische Birnbäume setzten die Teilnehmer der praktischen Fortbildung zum geprüften Natur- und Landschaftspfleger. Die Pflanzung reicht vom Fußweg an der Regensburger Straße bis zwischen "Hagebau" und "Norma" an der Leimbergerstraße. Außerdem wird an eine Fortführung bis zur Autobahn am Wörnzgraben gedacht. Die Aktion betreute Kursleiterin Iris Prey vom Fortbildungszentrum Almesbach. Die Anleitung zum fachgerechten Pflanzen übernahmen Stefan Kilian von der Landesanstalt für Landwirtschaft und Roland Schleicher vom Landwirtschaftsamt. Ziel ist laut Stadtgärtnermeister Hans Gallersdörfer, die heimischen Birnen- und Hutzelbirnsorten als eine Art Gendatenbank zu etablieren. Längst vergessene Birnsorten sollen somit gesichert werden. Auch eine Beschilderung ist angedacht. (rdo)

Neue SMV gewählt

Sie vertritt 3500 Schüler: Am Beruflichen Schulzentrum in Weiden wurde die neue Schülermitverantwortung (SMV) gewählt - und zwar aufbauend auf die zuvor bestimmten Klassensprecher. Diese ermittelten wiederum in gesonderten Wahlen die Tagessprecher. In einer weiteren Wahl wurden aus dem Kreis der Tagessprecher, der Schülersprecher der Berufsfachschule und der Schülersprecher der Fachakademie drei Schülersprecher gewählt. Diese sind Cedric Wesley (WEH 12 c), Markus Suttner (MSH 12) und Laura Wenzl (WEH 10 c).

"Keplerianer" zu Tisch

Der Dotsch macht noch mehr internationale Karriere. Ein bisschen zumindest. Zu verdanken hat er das 25 Kepler-Gymnasiasten. Die Zehnt- und Elftklässler stellten bayerische Rezepte - nicht nur für Dotsch - Jugendlichen von der Partnerschule Liceo Giovanni Pico aus der norditalienischen Stadt Mirandola vor. Und lernten selbst Einiges über die Küche jenseits der Alpen. Das Ganze war Teil eines gemeinsamen Projekts namens "A Tavola" (Zu Tisch), für das die Jugendlichen eine digitale Schulpartnerschaft eingingen. Die Ergebnisse schmeckten nicht nur, sie überzeugten auch den Pädagogischen Austauschdienst. Er bewertete das Internetprojekt als beispielhaft und zeichnete es auf nationaler Ebene mit einem "eTwinning-Qualitätssiegel" aus. Inzwischen ist auch noch eine Auszeichnung auf europäischer Ebene hinzugekommen.

Mit "eTwinning" können europäische Schulen Partnerschaften übers Internet aufbauen und gemeinsam Projekte angehen. Für die "Keplerianer" lag der Kontakt nach Mirandola nahe. Nicht nur, weil sie bei Lehrerin Ursula Bock Italienisch-Unterricht bekommen, sondern auch, weil sie im Frühjahr zum Schüleraustausch dort waren. Durch das Projekt blieb der Kontakt nach Italien erhalten. Auf einer digitalen Plattform kommunizierten sie in ihren Landessprachen und auf Englisch. Neben Kulinarischem stellten sie auch Historisches aus ihrer jeweiligen Heimat vor. Zusammen mit Bock präsentierten die Weidener zum Beispiel heimische Bräuche, aber auch eindrucksvolle Geschichten. Etwa die des Lokführers Johann Grünwald und des Heizers Georg Dietl, die dabei starben, als sie am Ende des Zweiten Weltkriegs einen Munitionszug aus der Innenstadt brachten, damit aber weit größeres Unheil verhinderten. "eTwinning" ist Teil des Programms "Erasmus+" der EU. Es wird gefördert von der Europäischen Kommission und der Kultusministerkonferenz.

Quartett erhält Staatspreis

Nur wer herausragende schulische Leistungen bringt, erhält den Bayerischen Staatspreis. Genau das taten drei Mädchen und ein Junge an der Europa-Berufsschule in Weiden - und nahmen für ihre Traumnoten die Auszeichnung bei ihrer Abschlussfeier entgegen. Martina Tremmer zum Beispiel. Die junge Frau aus Bad Kötzting absolvierte ihre Ausbildung zur Pharmazeutisch-Technischen Assistentin in der Kloster-Apotheke in Cham. Die Berufsschule aber besuchte sie in Weiden. Da hatte es Sina Müller nicht ganz so weit in die Max-Reger-Stadt. Die Waldsassenerin lernte Steuerfachangestellte in der Kanzlei Haberkorn in Mitterteich. Lena Kopp wiederum stammt aus Mendorfenbuch, einem Orteil von Hohenburg im Landkreis Amberg-Sulzbach. Sie lernte Produktdesignerin bei der Grammer AG in Kümmersbruck. Der einzige Mann in der Runde der Ausgezeichneten ist der Elektroniker für Automatisierungstechnik Stefan Dotzler aus Hirschau, den die Baumann GmbH in Amberg ausgebildet hat.

Sie alle erhielten aus den Händen von Oberbürgermeister Kurt Seggewiß und stellvertretendem Landrat Albert Nickl den Staatspreis.
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